Unterweisung Hautschutz – Vorlage nach TRGS 401

Die Unterweisung Hautschutz richtet sich an Beschäftigte mit Hautkontakt gegenüber Stoffen, Gemischen oder Erzeugnissen sowie an Beschäftigte in Feuchtarbeit. Grundlage sind § 14 GefStoffV und Abschnitt 6 der TRGS 401 in Verbindung mit § 12 ArbSchG und § 4 DGUV Vorschrift 1. Die Vorlage enthält die Unterweisungsunterlage mit den Schwellenwerten für Feuchtarbeit und den Regeln für Schutzhandschuhe und Hautmittel.

Das ist enthalten

  • Gefährdungsübersicht von alkalisch und abrasiv über sensibilisierend bis thermisch, mit Quellen aus Bau und Handwerk
  • Schwellen der Feuchtarbeit nach TRGS 401 für Hautkontakt, Handschuhwechsel und Händewaschen
  • Rangfolge der Schutzmaßnahmen nach § 7 Abs. 4 GefStoffV mit Beispielen zur Substitution
  • Auswahl und Benutzung von Schutzhandschuhen, Durchbruchzeit und maximale Tragedauer
  • Hand- und Hautschutzplan mit der Abfolge vor, während und nach der Arbeit
  • Anlässe für Pflicht- und Angebotsvorsorge sowie Ablauf des Hautarztverfahrens

Word (DOCX) und PDF, 7 Seiten, ca. 2439 Wörter

Für wen

Für Betriebe mit Zement-, Lösemittel-, Epoxidharz- oder Reinigungsmittelkontakt und für alle Tätigkeiten mit Feuchtarbeit.

Einzel-Unterweisung
19 €einmalig, inkl. MwSt.
Für 19 € kaufen

Häufige Fragen

Wann liegt Feuchtarbeit vor?
Nach TRGS 401 bei regelmäßig mehr als zwei Stunden Hautkontakt mit Wasser oder wässrigen Flüssigkeiten je Arbeitstag, bei mehr als zehnmaligem Wechsel mit flüssigkeitsdichten Handschuhen, bei mindestens 15-maligem Händewaschen sowie bei mehr als fünfmaligem Wechsel aus Handschuhtragen und Händewaschen. Das ausschließliche Tragen flüssigkeitsdichter Schutzhandschuhe ist keine Feuchtarbeit.
Ersetzen Hautschutzmittel Schutzhandschuhe?
Nein. Hautschutzmittel werden vor der hautbelastenden Tätigkeit auf die saubere Haut aufgetragen und mindern Irritationen bei Feuchtarbeit und schwach hautschädigenden Stoffen. Hautpflegemittel gehören ausschließlich in die arbeitsfreie Zeit; als Hautschutz vor der Tätigkeit dürfen sie nicht verwendet werden, weil Inhaltsstoffe wie Harnstoff das Eindringen von Stoffen in die Haut fördern können.
Wie lange dürfen flüssigkeitsdichte Handschuhe getragen werden?
Das Tragen ohne Wechsel über mehr als vier Stunden pro Arbeitstag gilt nach TRGS 401 als belastende persönliche Schutzausrüstung im Sinne von § 7 Abs. 5 GefStoffV. Belastende Schutzausrüstung darf keine Dauermaßnahme sein und ist auf das unbedingt erforderliche Minimum zu beschränken. Chemikalienschutzhandschuhe sind regelmäßig, spätestens arbeitstäglich zu wechseln.
Wann ist Pflichtvorsorge zu veranlassen?
Unter anderem bei Feuchtarbeit von regelmäßig vier Stunden oder mehr je Tag, bei dermaler Gefährdung durch Bestandteile unausgehärteter Epoxidharze, bei nicht auszuschließendem regelmäßigem Hautkontakt zu Isocyanaten und bei Naturgummilatexhandschuhen mit mehr als 30 Mikrogramm Protein je Gramm Handschuhmaterial. Der Betrieb erhält nur eine Vorsorgebescheinigung über Zeitpunkt und Anlass, keine Befunde.