Gefährdungsbeurteilung erstellen — Konfigurator für 13 Gewerke

Wählen Sie Ihr Gewerk und die Tätigkeiten in Ihrem Betrieb. Der Konfigurator zeigt Ihnen sofort die typischen Gefährdungen mit Risikoeinstufung — kostenlos und ohne Anmeldung.

276 vorbereitete Gefährdungen · 13 Gewerke · keine Registrierung

Eine Gefährdungsbeurteilung ist die systematische Ermittlung und Bewertung der Gefährdungen an jedem Arbeitsplatz. Sie ist nach § 5 Arbeitsschutzgesetz für jeden Betrieb ab dem ersten Beschäftigten verpflichtend; ab zehn Beschäftigten muss das Ergebnis nach § 6 ArbSchG zusätzlich dokumentiert werden. Der folgende Konfigurator stellt für 13 Gewerke die typischen Tätigkeiten mit den zugehörigen Gefährdungen zusammen.

Typische Gefährdungen nach Gewerk

Übersicht über alle 13 Gewerke im Konfigurator. Jede Sektion ist eingeklappt — zum Aufklappen anklicken.

Dachdecker22 Tätigkeiten

Dachdecker

  • Arbeiten an Traufe und Ortgang (Steildach)Absturz: Absturz über die Dachkante bei Eindeck-, Reparatur- und Rüstarbeiten
  • Arbeiten am Giebel und an DachöffnungenAbsturz: Absturz an Giebelkanten sowie durch Öffnungen (Kamine, Dachfenster, Aussparungen)
  • Arbeiten auf Flachdächern mit Lichtkuppeln und LichtplattenAbsturz: Durchsturz durch nicht durchsturzsichere Lichtkuppeln, Lichtbänder und Faserzementplatten
  • Verlegen und Verschweißen von Bitumenbahnen mit GasbrennerBrand-Explosion: Brandentstehung an Dämmstoffen, Unterkonstruktion und angrenzenden Bauteilen; Verbrennungen durch Flamme und heiße Bitumenmasse
  • Umgang mit Propangasflaschen auf dem DachBrand-Explosion: Explosionsgefahr durch ausströmendes Gas, Umstürzen und Erwärmung der Flaschen
  • Heißbitumen-Arbeiten (Kocher, Vergussmassen)Gefahrstoffe: Verbrennungen durch heiße Massen, Einatmen von Bitumendämpfen und -aerosolen
  • Materialtransport auf das Dach (Schrägaufzug, Kran, Seilwinde)mechanisch: Herabfallende Lasten, Quetschgefahr beim An- und Abschlagen, Versagen der Anschlagmittel
  • Manueller Lastentransport (Ziegel, Platten, Dämmstoffe, Bahnenrollen)physische Belastung: Heben und Tragen schwerer Lasten auf Leitern, Gerüsten und geneigten Flächen
  • Witterungseinflüsse: Hitze und UV-StrahlungArbeitsumgebung: Sonnenbrand, Hautkrebsgefahr (UV), Hitzebelastung und Kreislaufprobleme auf dem Dach
  • Witterungseinflüsse: Wind, Regen, Glätte, KälteArbeitsumgebung: Absturzgefahr durch Windböen und glatte Dachflächen, Unterkühlung, herabgewehte Materialien
  • Zuschnitt von Dachziegeln, Schiefer und Faserzementplattenphysikalisch (Staub): Einatmen quarzhaltiger Stäube beim Trockenschnitt (Krebsgefährdung durch Quarzfeinstaub)
  • Rückbau alter Dacheindeckungen mit AsbestzementplattenGefahrstoffe: Freisetzung von Asbestfasern beim Ausbau alter Wellplatten und Fassadenplatten
  • Umgang mit Handmaschinen (Kreissäge, Trennschleifer, Nagler)mechanisch: Schnittverletzungen, Rückschlag, wegfliegende Teile, versehentliches Auslösen von Naglern
  • Lärm bei Zuschnitt- und Montagearbeitenphysikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch Trennschleifer, Sägen und Nagler
  • Arbeiten in Zwangshaltung (Knien, Hocken, gebückt auf der Dachfläche)physische Belastung: Belastung von Knien, Rücken und Hüfte bei Eindeck- und Abdichtarbeiten
  • Montage von Dachfenstern, Gauben und SolaranlagenAbsturz: Absturz nach innen durch Öffnungen und nach außen über die Dachfläche; elektrische Gefährdung bei PV (DC)
  • Leiternzugang zum Dach und Verkehrswege auf der BaustelleAbsturz: Absturz vom Leiterzugang, Stolpern über Material und Schutt auf Verkehrswegen
  • Absperrung des Gefahrenbereichs am Bodenmechanisch: Verletzung Dritter und Beschäftigter durch herabfallende Ziegel, Werkzeuge und Abraum
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
Elektro23 Tätigkeiten

Elektro

  • Arbeiten an elektrischen Anlagen im freigeschalteten Zustandelektrisch: Körperdurchströmung durch unerwartetes Wiedereinschalten oder nicht festgestellte Spannungsfreiheit
  • Arbeiten unter Spannung (AuS)elektrisch: Körperdurchströmung und Störlichtbogen bei Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen
  • Fehlersuche und Messen an unter Spannung stehenden Teilenelektrisch: Körperdurchströmung, Störlichtbogen durch ungeeignete Messmittel oder Abrutschen der Prüfspitzen
  • Arbeiten in und an Schaltschränken und Verteilungenelektrisch: Störlichtbogen durch Kurzschluss (herabfallende Werkzeuge, leitfähige Teile), Berühren aktiver Teile
  • Errichten von Baustromversorgung / Arbeiten auf Baustellenelektrisch: Körperdurchströmung durch fehlende oder defekte RCD-Schutzeinrichtungen und beschädigte Leitungen
  • Prüfung und Einsatz ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittelelektrisch: Körperdurchströmung durch defekte Anschlussleitungen, Stecker und Geräte
  • Bohr-, Stemm- und Schlitzarbeiten in Wänden und Deckenmechanisch: Treffen verdeckt liegender Elektro-, Gas- oder Wasserleitungen; wegfliegende Bruchstücke
  • Staubbelastung bei Schlitz- und Stemmarbeiten (mineralischer Staub)physikalisch (Staub): Einatmen quarzhaltiger mineralischer Stäube (Gefahr von Silikose, Krebsgefährdung)
  • Arbeiten auf Leitern und TrittenAbsturz: Absturz durch Umkippen, Wegrutschen oder Überstrecken auf der Leiter
  • Arbeiten auf Gerüsten und HubarbeitsbühnenAbsturz: Absturz von hochgelegenen Arbeitsplätzen, Umstürzen der Hubarbeitsbühne
  • Montage von Kabeltrassen, Leuchten und Installationen über Kopfphysische Belastung: Zwangshaltung bei Überkopfarbeit, Ermüdung der Schulter-Nacken-Muskulatur; herabfallende Teile
  • Kabelzug und Transport von Kabeltrommelnphysische Belastung: Heben und Ziehen schwerer Lasten, Quetschgefahr an Trommeln und Winden
  • Umgang mit Elektrowerkzeugen (Bohrhammer, Winkelschleifer, Säge)mechanisch: Schnitt- und Stichverletzungen, wegfliegende Teile, Zerbersten von Trennscheiben
  • Lärm bei Stemm-, Bohr- und Montagearbeitenphysikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch Lärmexposition (Bohrhammer, Winkelschleifer, Baustellenlärm)
  • Löt- und AnschlussarbeitenGefahrstoffe: Einatmen von Lötrauch, Verbrennungen an heißen Lötspitzen
  • Umgang mit Vergussmassen, Klebern und ReinigungsmittelnGefahrstoffe: Haut- und Atemwegsreizungen, Sensibilisierung (z. B. durch Harzsysteme, Lösemittel)
  • Montage von Photovoltaik-AnlagenAbsturz: Absturz vom Dach, Durchsturz durch nicht tragfähige Flächen; zusätzlich DC-Spannung der Module
  • Transport von Material und Leitern mit Firmenfahrzeugenmechanisch: Verletzungen durch ungesicherte Ladung, Verkehrsunfälle auf Fahrten zu Einsatzstellen
  • Arbeiten in Bestandsgebäuden (Altinstallationen)elektrisch: Unerwartete Spannung durch fremde Einspeisungen, fehlerhafte Altinstallationen, unklare Leitungsführung
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
SHK / Sanitär-Heizung-Klima22 Tätigkeiten

SHK / Sanitär-Heizung-Klima

  • Transport und Einbau von Kesseln, Speichern und Badewannenphysische Belastung: Heben und Tragen schwerer, sperriger Lasten, insbesondere in Treppenhäusern; Quetschgefahr
  • Löt- und Schweißarbeiten an Rohrleitungen (Hartlöten, Autogen)Brand-Explosion: Brandentstehung durch Flamme und heiße Teile, besonders in Bestandsgebäuden (Holzbalken, Dämmung)
  • Umgang mit Acetylen- und PropangasflaschenBrand-Explosion: Explosionsgefahr durch ausströmendes Gas, Umstürzen der Flaschen, Flammenrückschlag
  • Arbeiten an Gasleitungen und GasgerätenBrand-Explosion: Explosionsfähige Atmosphäre bei Undichtigkeiten, CO-Bildung bei unvollständiger Verbrennung
  • Arbeiten an Abwasserleitungen und VerstopfungsbeseitigungGefahrstoffe: Kontakt mit Fäkalien und Krankheitserregern (biologische Arbeitsstoffe), Spritzer beim Öffnen von Leitungen
  • Austausch alter Heizungsanlagen und Rohrleitungen (Bestand)Gefahrstoffe: Asbesthaltige Dichtungen und Bauteile sowie künstliche Mineralfasern alter Dämmungen in Altanlagen
  • Kernbohrungen und Stemmarbeiten für Rohrdurchführungenphysikalisch (Staub): Einatmen quarzhaltiger Stäube, Lärm und Vibration durch Bohrhämmer
  • Arbeiten in engen Kellerräumen, Schächten und InstallationsschächtenArbeitsumgebung: Beengte Arbeitsbedingungen, Zwangshaltung, schlechte Belüftung und Beleuchtung
  • Montage von Sanitärobjekten und Armaturenmechanisch: Schnittverletzungen an Rohrkanten, Gewinden und Keramikbruch, Quetschen beim Einpassen
  • Arbeiten auf Leitern und Tritten (Deckenmontage, Steigleitungen)Absturz: Absturz durch Umkippen oder Wegrutschen der Leiter, Überstrecken
  • Dacharbeiten (Abgasleitungen, Solarthermie, Lüftung)Absturz: Absturz von Dachflächen und über Dachränder, Durchsturz durch Lichtplatten
  • Umgang mit Kältemitteln an Wärmepumpen und KlimaanlagenGefahrstoffe: Kältemittelaustritt (Erstickungs-/Kälteverbrennungsgefahr, Brennbarkeit bei A2L/A3-Kältemitteln wie R32/R290)
  • Druck- und Dichtheitsprüfungen von Leitungenmechanisch: Herausschleudernde Stopfen und Bauteile bei Prüfung mit Druckluft, Platzen von Leitungen
  • Elektrische Anschlussarbeiten an Geräten (Kessel, Pumpen, Wärmepumpen)elektrisch: Körperdurchströmung bei Arbeiten an elektrischen Anschlüssen und Regelungen
  • Umgang mit Chemikalien (Spülung, Entkalkung, Korrosionsschutz, Abflussreiniger)Gefahrstoffe: Verätzungen und Reizungen durch saure/alkalische Produkte, gefährliche Reaktionen beim Mischen
  • Lärm bei Stemm-, Säge- und Montagearbeitenphysikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch Bohrhammer, Trennschleifer, Pressenwerkzeug
  • Kundendienst- und Notdiensteinsätze mit dem Fahrzeugmechanisch: Verkehrsunfälle durch Zeitdruck und lange Fahrstrecken, ungesicherte Ladung
  • Arbeiten an Trinkwasser-Installationen (Legionellenprophylaxe bei Wartung)Gefahrstoffe: Einatmen legionellenhaltiger Aerosole bei Arbeiten an stagnierenden Warmwasseranlagen (z. B. Duschköpfe, Speicher)
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
Maler & Lackierer21 Tätigkeiten

Maler & Lackierer

  • Arbeiten auf Leitern und Tritten (Innenräume)Absturz: Absturz durch Umkippen, Wegrutschen und Überstrecken, unsichere Aufstellung auf Treppen
  • Fassadenarbeiten auf Gerüsten und FahrgerüstenAbsturz: Absturz durch fehlenden Seitenschutz, nicht gesicherte Fahrrollen, unvollständigen Belag
  • Verarbeitung lösemittelhaltiger Lacke und GrundierungenGefahrstoffe: Einatmen von Lösemitteldämpfen (Nerven-/Organschädigung), Haut-Entfettung
  • Spritzlackieren (Airless, Becherpistole)Gefahrstoffe: Einatmen von Farbaerosolen und Lösemitteldämpfen, Injektionsverletzungen durch Airless-Hochdruck
  • Explosionsgefahr bei Lösemittelverarbeitung und -lagerungBrand-Explosion: Explosionsfähige Dampf-Luft-Gemische in schlecht belüfteten Räumen, Lagerung von Lösemitteln und Verdünnungen
  • Schleifen von Altanstrichen und Spachtelflächenphysikalisch (Staub): Einatmen von Schleifstäuben; bei Altanstrichen mögliche Blei- und Schadstoffbelastung
  • Entfernen von Altbeschichtungen mit AbbeizmittelnGefahrstoffe: Verätzungen und Reizungen durch Abbeizer, gesundheitsgefährliche Dämpfe
  • Abbrennen/Entfernen von Altanstrichen mit HeißluftBrand-Explosion: Brandentstehung an Untergründen (Holz, Dämmung), Schwelbrände in Hohlräumen; Schadstofffreisetzung
  • Verarbeitung von Epoxidharzen und PU-Beschichtungen (Bodenbeschichtung)Gefahrstoffe: Sensibilisierung von Haut und Atemwegen (Allergien durch Epoxide/Isocyanate)
  • Verarbeitung mineralischer Putze, Silikat- und KalkprodukteGefahrstoffe: Verätzung von Haut und Augen durch stark alkalische Produkte (Kalk, Wasserglas)
  • Feuchtarbeit und häufiger Wasser-/ReinigungsmittelkontaktGefahrstoffe: Hauterkrankungen (Abnutzungsekzem) durch Feuchtarbeit und Reinigungsmittel
  • Tapezier- und Spachtelarbeiten über Kopfphysische Belastung: Zwangshaltung bei Überkopfarbeit, Schulter-Nacken-Beschwerden
  • Heben und Tragen von Gebinden, Gerüstteilen und Leiternphysische Belastung: Rückenbelastung durch schwere Farbeimer (bis 25 kg), Materialtransport in Obergeschosse
  • Zuschnitt- und Cutterarbeiten (Tapeten, Vlies, Abdeckmaterial)mechanisch: Schnittverletzungen durch Cuttermesser
  • Arbeiten in bewohnten oder genutzten GebäudenArbeitsumgebung: Stolperstellen durch Abdeckungen und Kabel, Konflikte mit Nutzern, beengte Verhältnisse
  • Fassadenreinigung mit Hochdruckreinigermechanisch: Verletzungen durch Hochdruckstrahl, Rückstoß, Aufwirbeln von Partikeln; Strom in Nassbereichen
  • Lärm bei Schleif- und Maschinenarbeitenphysikalisch (Lärm): Gehörschädigung bei längerem Maschineneinsatz (Schleifer, Hochdruckreiniger, Baustellenlärm)
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
Zimmerer21 Tätigkeiten

Zimmerer

  • Richt- und Montagearbeiten auf dem DachstuhlAbsturz: Absturz von Pfetten, Sparren und ungesicherten Arbeitsplätzen in großer Höhe
  • Arbeiten an Deckenrändern und Öffnungen (Deckenbalkenlage, Treppenlöcher)Absturz: Absturz an offenen Deckenrändern und durch nicht gesicherte Öffnungen
  • Durchsturzgefahr auf nicht tragfähigen Flächen (Unterspannbahn, Schalung, Lichtplatten)Absturz: Durchsturz durch nicht begehbare Flächen und Alt-Substanz bei Sanierungen
  • Abbund mit Handkettensäge und Handkreissägemechanisch: Schwere Schnittverletzungen, Rückschlag der Kettensäge, Kontakt mit laufender Kette
  • Arbeiten an stationären Maschinen (Abbundanlage, Kreissäge, Kettenstemmer)mechanisch: Schnitt- und Quetschverletzungen, Einzugsgefahr, wegfliegende Teile
  • Arbeiten mit Druckluftnaglernmechanisch: Durchschuss- und Abprallverletzungen, versehentliches Auslösen
  • Kranarbeiten: Anschlagen und Versetzen von Wand-, Dach- und Deckenelementenmechanisch: Herabfallende oder pendelnde Lasten, Quetschgefahr beim Einweisen, Versagen von Anschlagmitteln
  • Montage großformatiger Wand- und Dachelementemechanisch: Kippen und Umstürzen von Elementen vor endgültiger Befestigung
  • Heben und Tragen von Balken, Platten und Elementenphysische Belastung: Rückenbelastung durch schwere Kanthölzer und Platten, Schulterlast beim Tragen
  • Holzstaub bei Abbund-, Säge- und Schleifarbeitenphysikalisch (Staub): Einatmen von Holzstaub (Eichen-/Buchenholzstaub krebserzeugend), Staubbelastung in der Halle
  • Lärm bei Säge-, Nagel- und Abbundarbeitenphysikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch Sägen, Nagler und Maschinen (häufig über 85 dB(A))
  • Vibrationsbelastung (Kettensäge, Schlagschrauber)physikalisch (Vibration): Hand-Arm-Vibrationen bei längerem Maschineneinsatz
  • Umgang mit Holzschutzmitteln und VerklebungenGefahrstoffe: Haut- und Atemwegsbelastung durch Holzschutzmittel, PU-Kleber (Isocyanate)
  • Arbeiten auf Leitern und GerüstenAbsturz: Absturz durch unsichere Leiteraufstellung, unvollständige Gerüste
  • Witterung bei Montagearbeiten (Wind, Nässe, Hitze, Kälte)Arbeitsumgebung: Abwehen von Personen und Material bei Wind, Rutschgefahr bei Nässe, UV-/Hitzebelastung
  • Sanierungsarbeiten im Bestand (Altholz, Dämmstoffe)Gefahrstoffe: Kontakt mit alten Holzschutzmitteln (z. B. PCP/Lindan-Verdacht), Taubenkot, alten KMF-Dämmstoffen
  • Transport und Ladungssicherung (Elemente, Langholz)mechanisch: Verrutschen und Herabfallen der Ladung, Quetschgefahr beim Be- und Entladen
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
Gerüstbau20 Tätigkeiten

Gerüstbau

  • Auf-, Um- und Abbau von Fassadengerüsten (Montage der obersten Lage)Absturz: Absturz aus der jeweils obersten, noch ungesicherten Gerüstlage
  • Vertikaler und horizontaler Materialtransport (Handübergabe, Bauaufzug, Seilrolle)physische Belastung: Hohe körperliche Belastung durch wiederholtes Heben, Übergeben und Tragen von Gerüstbauteilen
  • Herabfallende Gerüstbauteile und Werkzeugemechanisch: Verletzung von Beschäftigten und Dritten durch fallende Kupplungen, Beläge und Werkzeuge
  • Standsicherheit: Gründung und Verankerung des Gerüstsmechanisch: Umsturz/Versagen des Gerüsts durch unzureichende Gründung, fehlende Verankerungen, Überlastung
  • Annäherung an elektrische Freileitungenelektrisch: Stromüberschlag/Körperdurchströmung bei Unterschreitung der Schutzabstände mit Bauteilen
  • Arbeiten mit PSA gegen Absturz (PSAgA)Absturz: Absturz bei falscher Anwendung, ungeeigneten Anschlagpunkten, fehlender Rettung (Hängetrauma)
  • Auf- und Abbau von Fahrgerüsten und SondergerüstenAbsturz: Absturz und Umsturz durch nicht festgestellte Rollen, fehlende Ballastierung, Aufbaufehler
  • Ein- und Ausbau von Gerüstbelägen und Konsolenmechanisch: Quetschverletzungen an Fingern und Händen, Stolpern über Bauteile auf Belägen
  • Bekleidete Gerüste (Netze und Planen) bei Windmechanisch: Versagen des Gerüsts durch erhöhte Windlasten, Arbeiten bei Böen
  • Witterung: Nässe, Eis, Schnee, Hitze, UV-StrahlungArbeitsumgebung: Ausrutschen auf nassen/vereisten Belägen und Bauteilen, Unterkühlung, UV-/Hitzebelastung
  • Gerüstprüfung und Freigabe / Übergabe an Nutzermechanisch: Nutzung nicht fertiggestellter oder veränderter Gerüste durch Dritte
  • Be- und Entladen der Gerüstfahrzeuge, Ladungssicherungmechanisch: Herabfallende Bauteile beim Entladen, Verrutschen der Ladung, Quetschgefahr
  • Transportfahrten zu Baustellenmechanisch: Verkehrsunfälle durch Zeitdruck, hohe Fahrleistung und beladene Fahrzeuge
  • Arbeiten im öffentlichen Verkehrsraum (Gehweg-/Straßengerüste)mechanisch: Anfahren durch Fahrzeuge beim Auf-/Abbau, Gefährdung von Passanten
  • Lärmbelastung auf Baustellenphysikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch eigenen Maschineneinsatz und Baustellenlärm anderer Gewerke
  • Handmaschineneinsatz (Schlagschrauber, Bohrhammer für Anker)physikalisch (Vibration): Hand-Arm-Vibration beim Setzen von Ankern und Verschraubungen
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
Tischler & Schreiner21 Tätigkeiten

Tischler & Schreiner

  • Arbeiten an der Formatkreissägemechanisch: Schnittverletzungen am Sägeblatt, Rückschlag des Werkstücks, Einzug bei fehlendem Spaltkeil
  • Arbeiten an der Abricht- und Dickenhobelmaschinemechanisch: Schnittverletzungen an der Messerwelle, Rückschlag beim Abrichten schmaler Werkstücke
  • Arbeiten an der Tischfräsmaschinemechanisch: Rückschlag des Werkstücks, Berühren des Fräswerkzeugs, wegfliegende Werkzeugteile
  • Arbeiten an Kapp-, Gehrungs- und Bandsägemechanisch: Schnittverletzungen, Abrutschen beim Halten kurzer Werkstücke
  • Umgang mit Handmaschinen (Handkreissäge, Oberfräse, Akkuschrauber, Exzenterschleifer)mechanisch: Schnittverletzungen, Rückschlag der Handkreissäge, wegfliegende Späne
  • Holzstaubexposition beim Maschinen- und Schleifarbeitenphysikalisch (Staub): Einatmen von Holzstaub; Eichen- und Buchenholzstaub ist krebserzeugend (Nasenkrebs)
  • Lärm im Maschinenraumphysikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch Sägen, Hobelmaschinen und Absauganlage (häufig über 85 dB(A))
  • Lackieren, Beizen und Ölen von OberflächenGefahrstoffe: Einatmen von Lösemitteldämpfen und Spritznebel, Hautkontakt mit Beizen und Härtern
  • Brand-/Explosionsgefahr durch Stäube, Späne und LösemittelBrand-Explosion: Staubexplosion/Brand in Absauganlage, Silo und Spänebunker; Selbstentzündung ölgetränkter Lappen
  • Verleimen und Kleben (PVAc, PU-Kleber, Kontaktkleber, Epoxid)Gefahrstoffe: Hautsensibilisierung durch PU-/Epoxidkleber (Isocyanate), Lösemitteldämpfe bei Kontaktklebern
  • Heben und Tragen von Plattenwerkstoffen und Massivholzphysische Belastung: Rückenbelastung durch großformatige Platten (teils über 50 kg), Einklemmen der Hände
  • Lagerung von Platten und Kanthölzernmechanisch: Kippen und Herabfallen gelagerter Platten und Hölzer, Einsturz überlasteter Regale
  • Montagearbeiten beim Kunden (Fenster, Türen, Innenausbau)Absturz: Absturz von Leitern und Gerüsten bei Fenster-/Deckenmontage, Arbeiten an Treppen
  • Glastransport und Glasmontage (Fenster, Vitrinen)mechanisch: Schnittverletzungen durch Glasbruch, Kippen schwerer Glaseinheiten
  • Vibrationsbelastung durch Handmaschinenphysikalisch (Vibration): Hand-Arm-Vibration bei längerem Einsatz von Schleif- und Fräsmaschinen
  • Elektrische Betriebsmittel in der Werkstattelektrisch: Körperdurchströmung durch beschädigte Leitungen und Geräte, Staubablagerung auf Elektrik
  • Transport und Auslieferung von Möbeln und Bauelementenphysische Belastung: Heben schwerer Möbel in Treppenhäusern, Quetschgefahr, Ladungssicherung
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
Trockenbau20 Tätigkeiten

Trockenbau

  • Transport und Heben von Gipsplattenphysische Belastung: Rückenbelastung durch großformatige Platten (25–40 kg je Platte), Transport durch Treppenhäuser
  • Zwischenlagerung von Platten auf der Baustellemechanisch: Kippen und Umfallen hochkant gelagerter Plattenstapel, Überlastung von Decken
  • Deckenbekleidungen und Überkopfmontage (Unterkonstruktion, Platten)physische Belastung: Zwangshaltung bei Überkopfarbeit, Halten von Platten über Kopf
  • Arbeiten auf Bock- und Fahrgerüsten, ArbeitsböckenAbsturz: Absturz durch fehlenden Seitenschutz, ungesicherte Rollen, ungeeignete Aufstiege (Stühle, Kisten)
  • Arbeiten auf Leitern und TrittenAbsturz: Absturz durch Umkippen und Überstrecken, Arbeiten auf obersten Sprossen
  • Schleifen von Spachtelflächen (Wände, Decken, Fugen)physikalisch (Staub): Hohe Staubbelastung durch Schleifstäube (A-/E-Staub), Belastung der Atemwege
  • Zuschnitt von Gipsplatten und Profilen (Cutter, Säge, Blechschere)mechanisch: Schnittverletzungen durch Cuttermesser und scharfkantige Metallprofile
  • Einbau von Mineralwolle-DämmstoffenGefahrstoffe: Haut-, Augen- und Atemwegsreizungen durch Faserstäube (KMF); alte Mineralwolle (vor 1996/2000) potenziell krebserzeugend
  • Rückbau und Demontage im BestandGefahrstoffe: Freisetzung von Schadstoffen aus Altsubstanz (Asbest in Spachtelmassen/Kleber, alte KMF, Schimmel), herabfallende Bauteile
  • Bohr- und Dübelarbeiten an Wand und Decke (Bohrhammer, Direktmontage)mechanisch: Treffen verdeckter Leitungen, Staub und Lärm, Rückstoß von Setzgeräten
  • Lärm durch Maschinen und parallel arbeitende Gewerkephysikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch Kappsägen, Trennschleifer, Bohrhämmer und Baustellenlärm
  • Elektrische Betriebsmittel auf der Baustelleelektrisch: Körperdurchströmung durch beschädigte Leitungen und Geräte, Bohren in stromführende Leitungen
  • Umgang mit Ansetzbindern, Spachtelmassen und KlebernGefahrstoffe: Hautbelastung durch alkalische Massen und Feuchtarbeit, Stäube beim Anmischen
  • Stolpern und Stürzen auf der Baustelle (Material, Kabel, Bauschutt)Arbeitsumgebung: Sturzverletzungen durch herumliegendes Material, Leitungen und unebene Böden, schlechte Beleuchtung
  • Brandschutz bei Trenn- und Heißarbeiten (Flex, Kappsäge an Metallprofilen)Brand-Explosion: Brandentstehung durch Funkenflug in Bereichen mit Dämmstoffen, Folien und Bauabfällen
  • Trennwand-Montage an offenen Deckenkanten und TreppenläufenAbsturz: Absturz an offenen Gebäudekanten, Treppenaugen und Aufzugsschächten während des Innenausbaus
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
Fliesenleger20 Tätigkeiten

Fliesenleger

  • Verlegearbeiten am Boden (dauerhaftes Knien und Hocken)physische Belastung: Kniegelenksbelastung durch überwiegend kniende Tätigkeit (Gefahr von Meniskus-/Kniearthrose als Berufskrankheit)
  • Heben und Tragen von Fliesenpaketen, Mörtel- und Kleber-Säckenphysische Belastung: Rückenbelastung durch Säcke (25 kg) und Großformatfliesen, Treppentransport
  • Umgang mit zementhaltigen Klebern, Mörteln und SpachtelmassenGefahrstoffe: Hautschäden bis Verätzung durch alkalische Zementprodukte, Chromatallergie (Maurerkrätze)
  • Verfugen mit Epoxidharz-FugenmassenGefahrstoffe: Sensibilisierung von Haut und Atemwegen durch Epoxidharze (allergisches Kontaktekzem)
  • Zuschnitt von Fliesen mit Trennschleifer / Trockenschnittphysikalisch (Staub): Einatmen von Quarzfeinstaub beim Trockenschneiden von Feinsteinzeug und Naturstein (Krebsgefährdung, Silikose)
  • Zuschnitt mit dem Fliesenschneider und Brechen von Fliesenmechanisch: Schnittverletzungen an scharfen Fliesenkanten und Bruchstücken, Splitterflug
  • Entfernen von Altbelägen und Altklebern (Stemmen, Fräsen, Schleifen)Gefahrstoffe: Freisetzung von Asbestfasern aus alten Fliesenklebern und Spachtelmassen (Bestand bis ca. 1993), Quarzstaub
  • Stemm- und Abbrucharbeiten mit Bohr- und Stemmhammerphysikalisch (Vibration): Hand-Arm-Vibration, Lärm und Staub bei Stemmarbeiten
  • Arbeiten auf Leitern, Tritten und Kleingerüsten (Wandfliesen, Fassade)Absturz: Absturz bei Arbeiten in Wand- und Deckenhöhe, Überstrecken auf der Leiter
  • Elektrische Geräte im Nass- und Feuchtbereich (Rührwerk, Nassschneider)elektrisch: Körperdurchströmung durch Feuchtigkeit und beschädigte Geräte im Bad-/Nassbereich
  • Umgang mit Grundierungen, Dichtstoffen und SilikonenGefahrstoffe: Reizungen durch Lösemittel und Vernetzer, Dämpfe in kleinen unbelüfteten Bädern
  • Arbeiten in kleinen, schlecht belüfteten Räumen (Bäder, Duschen)Arbeitsumgebung: Anreicherung von Stäuben und Dämpfen, beengte Zwangshaltungen, schlechte Beleuchtung
  • Abdichtarbeiten im Verbund (Flüssigabdichtung)Gefahrstoffe: Hautkontakt mit Reaktionsharzen und Dispersionsabdichtungen
  • Lärm bei Zuschnitt- und Stemmarbeitenphysikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch Trennschleifer und Stemmhammer
  • Anmischen von Kleber, Mörtel und Ausgleichsmassen (Sackware)physikalisch (Staub): Einatmen von Zement- und Quarzstaub beim Öffnen und Anmischen der Sackware
  • Stolpern und Ausrutschen (Materialreste, nasse Flächen, Kabel)Arbeitsumgebung: Sturzverletzungen durch Mörtelreste, nasse und glatte Untergründe, Leitungen
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
GaLaBau22 Tätigkeiten

GaLaBau

  • Arbeiten mit der Motorsägemechanisch: Schwere Schnittverletzungen durch die laufende Kette, Rückschlag (Kickback)
  • Baumpflege und Fällarbeitenmechanisch: Getroffenwerden durch fallende Bäume, Äste und Totholz, unkontrolliertes Fallverhalten
  • Arbeiten in der Baumkrone (Seilklettertechnik, Hubarbeitsbühne)Absturz: Absturz aus der Krone, Versagen von Anschlagpunkten, Hängetrauma
  • Arbeiten mit Freischneider und Heckenscheremechanisch: Schnittverletzungen, weggeschleuderte Steine und Fremdkörper, Verletzung Dritter
  • Rasenmähen mit Aufsitzmäher und Ride-on-Gerätenmechanisch: Umsturz an Hängen und Kanten, Erfassen von Personen, weggeschleuderte Gegenstände
  • Arbeiten mit dem Häckslermechanisch: Einzug von Händen/Armen und Kleidung in das Einzugswerk, Rückschlagen von Ästen
  • Erdarbeiten mit Bagger und Radladermechanisch: Anfahren/Überfahren von Personen, Umsturz der Maschine, unbeabsichtigte Bewegungen
  • Arbeiten im Bereich erdverlegter Leitungen (Strom, Gas, Wasser, Telekom)elektrisch: Stromschlag/Lichtbogen und Gasaustritt beim Anbaggern oder Anbohren von Leitungen
  • Arbeiten in Baugruben und Gräbenmechanisch: Verschüttung durch einstürzende Grabenwände
  • Natursteinarbeiten: Pflastern, Mauern, Plattenverlegungphysische Belastung: Heben und Tragen schwerer Steine und Platten, dauerndes Knien und Bücken
  • Schneiden von Steinen und Platten (Trennschleifer, Steinsäge)physikalisch (Staub): Einatmen von Quarzfeinstaub (Krebsgefährdung, Silikose) beim Trockenschnitt
  • Umgang mit Pflanzenschutz- und DüngemittelnGefahrstoffe: Vergiftungs- und Reizungsgefahr beim Ansetzen und Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln
  • Lärmbelastung durch Motorgerätephysikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch Motorsägen, Freischneider, Laubbläser (über 85 dB(A))
  • Vibrationsbelastung (Rüttelplatte, Stampfer, Motorgeräte)physikalisch (Vibration): Hand-Arm-Vibration durch Verdichtungsgeräte und handgeführte Motorgeräte
  • Arbeiten bei Hitze, Sonne und UV-Strahlung im FreienArbeitsumgebung: Hautkrebsgefahr durch UV-Strahlung (anerkannte Berufskrankheit), Hitzschlag, Dehydrierung
  • Zecken- und Insektenexposition bei GrünarbeitenArbeitsumgebung: Infektionsgefahr durch Zeckenstiche (FSME, Borreliose), allergische Reaktionen auf Wespen-/Bienenstiche; Kontakt mit Eichenprozessionsspinner oder Riesenbärenklau
  • Arbeiten im öffentlichen Verkehrsraum (Straßenbegleitgrün, Kreisel)mechanisch: Anfahren durch fließenden Verkehr bei Mäh- und Pflegearbeiten
  • Transport von Maschinen und Material (Anhängerbetrieb)mechanisch: Verrutschen der Ladung, Abrollen von Maschinen beim Auf-/Abladen, Anhänger-Fahrfehler
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
Gebäudereinigung20 Tätigkeiten

Gebäudereinigung

  • Umgang mit Reinigungschemikalien (sauer, alkalisch, chlorhaltig)Gefahrstoffe: Verätzungen und Reizungen von Haut, Augen und Atemwegen; gefährliche Gasbildung beim Mischen (z. B. Chlorreiniger + saurer Reiniger)
  • Feuchtarbeit und Dauerkontakt mit Wasser und ReinigungslösungenGefahrstoffe: Hauterkrankungen (Abnutzungsekzem, Kontaktallergien) durch Feuchtarbeit über 2 Stunden/Tag
  • Unterhaltsreinigung: Wischen von BödenArbeitsumgebung: Ausrutschen auf feuchten Flächen (eigene und fremde Gefährdung), Stolpern über Kabel und Gegenstände
  • Arbeiten mit Scheuersaug- und Einscheibenmaschinenmechanisch: Erfassen durch rotierende Bürsten, unkontrollierte Bewegung der Einscheibenmaschine, Kabelbeschädigung
  • Elektrische Geräte im Nassbereichelektrisch: Körperdurchströmung durch beschädigte Leitungen und Feuchtigkeit
  • Glas- und Rahmenreinigung mit Leitern und TeleskopstangenAbsturz: Absturz von Leitern, Überstrecken beim Erreichen entfernter Flächen
  • Fassaden- und Glasreinigung in der Höhe (Hubarbeitsbühne, Befahranlage, PSAgA)Absturz: Absturz aus großer Höhe bei Arbeiten von Bühnen, Befahranlagen oder mit Seilzugangstechnik
  • SanitärreinigungGefahrstoffe: Infektionsgefahr durch Krankheitserreger (Fäkalkeime), Spritzer beim Reinigen von WCs; saure Sanitärreiniger
  • Umgang mit Abfällen im Objekt (Papierkörbe, Sanitärabfälle)mechanisch: Stich- und Schnittverletzungen durch Spritzen, Scherben und scharfe Gegenstände im Abfall
  • Hochdruckreinigung (Außenanlagen, Tiefgaragen)mechanisch: Verletzungen durch den Hochdruckstrahl, Rückstoß, aufgewirbelte Partikel, Lärm
  • Heben, Tragen und Schieben (Wassereimer, Maschinen, Müllsäcke, Mopp-Boxen)physische Belastung: Rückenbelastung durch Wasserbehälter und Maschinentransport, Treppen ohne Aufzug
  • Repetitive Bewegungsabläufe (Wischen, Moppen, Polieren)physische Belastung: Belastung von Schulter, Nacken und Handgelenken durch gleichförmige Bewegungen
  • Arbeiten in Fremdobjekten mit unbekannten GefahrenArbeitsumgebung: Unbekannte betriebliche Gefährdungen im Kundenobjekt (Maschinen, Gefahrstoffe, Verkehrswege)
  • Reinigung zu Randzeiten (früh morgens, spät abends, Nachtstunden)Arbeitsumgebung: Sturzgefahr bei schlechter Beleuchtung, Überfall-/Angstsituationen in leeren Gebäuden, Belastung durch versetzte Arbeitszeiten
  • Treppenhausreinigung und Arbeiten auf TreppenArbeitsumgebung: Stürze auf Treppen beim Reinigen mit Gerät und Eimer, rückwärtsgerichtetes Arbeiten
  • Glas- und Bruchschäden bei der Reinigungmechanisch: Schnittverletzungen an Glasbruch, beschädigten Oberflächen und scharfen Kanten
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
Kfz-Betrieb22 Tätigkeiten

Kfz-Betrieb

  • Arbeiten mit Hebebühnenmechanisch: Herabfallen des Fahrzeugs durch falsche Aufnahme, Versagen der Bühne; Quetschgefahr beim Heben/Senken
  • Arbeiten an angehobenen Fahrzeugen mit Wagenheber/Unterstellböckenmechanisch: Abstürzen des Fahrzeugs bei alleiniger Sicherung durch hydraulischen Heber
  • Arbeiten in der ArbeitsgrubeBrand-Explosion: Ansammlung von Kraftstoffdämpfen und Abgasen in der Grube (Explosions-/Erstickungsgefahr), Sturz in die Grube
  • Umgang mit Kraftstoffen (Tankarbeiten, Kraftstoffanlagen)Brand-Explosion: Brand- und Explosionsgefahr durch Benzindämpfe beim Abtanken und bei Arbeiten an Kraftstoffanlagen
  • Batterieservice (Blei-Säure-Batterien, Laden)Gefahrstoffe: Verätzungen durch Batteriesäure, Knallgasexplosion beim Laden, Kurzschluss mit Funkenbildung
  • Arbeiten an Hochvolt-Systemen (Hybrid- und Elektrofahrzeuge)elektrisch: Körperdurchströmung und Lichtbogen an HV-Komponenten (bis über 800 V DC), Restspannung in Zwischenkreisen
  • Auslösen/Ausbau von Airbag- und Gurtstraffereinheiten (pyrotechnische Systeme)mechanisch: Unbeabsichtigtes Auslösen pyrotechnischer Einheiten (Verletzungen von Kopf und Händen, Knalltrauma)
  • Motorlauf in der Werkstatt (Diagnose, Einstellarbeiten)Gefahrstoffe: Vergiftung durch Kohlenmonoxid und Dieselmotoremissionen (krebserzeugend) in Innenräumen
  • Bremsen- und Kupplungsservicephysikalisch (Staub): Einatmen von Brems- und Kupplungsstäuben (Feinstaub; bei Altfahrzeugen Asbestverdacht)
  • Umgang mit Altöl, Ölwechsel und SchmierdienstGefahrstoffe: Hauterkrankungen und Krebsgefährdung durch langzeitigen Hautkontakt mit Gebrauchtölen, Ausrutschen auf Ölspuren
  • Reifenservice und Montagearbeiten am Radmechanisch: Verletzungen an Montiermaschine und Wuchtmaschine, Zerknall beim Befüllen (v. a. LKW-/geteilte Felgen), schweres Heben von Rädern
  • Karosserie- und Schweißarbeiten am FahrzeugBrand-Explosion: Brandgefahr durch Funkenflug nahe Kraftstoffanlage, Unterbodenschutz und Innenausstattung; Schweißrauche
  • Arbeiten an Klimaanlagen (Kältemittel R134a / R1234yf)Gefahrstoffe: Kälteverbrennungen bei Kältemittelaustritt, Brennbarkeit von R1234yf, Zersetzungsprodukte an heißen Flächen
  • Umgang mit Reinigern, Verdünnern und Bremsflüssigkeit (Teilereinigung)Gefahrstoffe: Haut- und Atemwegsbelastung durch Kaltreiniger und Lösemittel, Brandgefahr
  • Lärm in der Werkstatt (Schlagschrauber, Karosseriearbeiten, Prüfläufe)physikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch impulshaltigen Lärm (Schlagschrauber, Hämmern, Trennschleifer)
  • Vibrationsbelastung durch Druckluft- und Schlagwerkzeugephysikalisch (Vibration): Hand-Arm-Vibration durch Schlagschrauber, Meißelhammer, Schleifer
  • Rangieren und Probefahrten, Verkehr auf dem Betriebshofmechanisch: Anfahren von Personen beim Rangieren, Unfälle bei Probefahrten
  • Stolper-, Rutsch- und Sturzgefahren in der HalleArbeitsumgebung: Ausrutschen auf Öl-, Fett- und Wasserspuren, Stolpern über Kabel, Schläuche und Teile
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
Metallbau & Schlosserei22 Tätigkeiten

Metallbau & Schlosserei

  • Schweißarbeiten (MAG/MIG, WIG, E-Hand)Gefahrstoffe: Einatmen von Schweißrauchen (u. a. krebserzeugende Bestandteile bei Chrom-Nickel-Stählen)
  • Schweißen: optische Strahlung, Funken und heiße TeileBrand-Explosion: Verblitzen der Augen, Verbrennungen, Brandentstehung durch Funkenflug und Schweißspritzer
  • Schweißen und Schleifen an verzinkten oder beschichteten TeilenGefahrstoffe: Zinkrauche (Metallrauchfieber), Zersetzungsprodukte von Beschichtungen
  • Trennschleifen und Schleifen (Winkelschleifer, Standschleifbock)mechanisch: Zerbersten von Schleifscheiben, Schnittverletzungen, Funkenflug, wegfliegende Teile
  • Arbeiten an der Tafelscheremechanisch: Schnitt- und Quetschverletzungen an Messerbalken und Niederhaltern
  • Arbeiten an Abkantpresse / Gesenkbiegepressemechanisch: Quetschen der Hände zwischen Ober- und Unterwerkzeug, Hochschlagen des Blechs
  • Bohren, Sägen, Gewindeschneiden an Metallbearbeitungsmaschinenmechanisch: Erfassen durch rotierende Werkzeuge, scharfe Späne, wegfliegende Teile
  • Umgang mit KühlschmierstoffenGefahrstoffe: Hauterkrankungen durch Kühlschmierstoffe, Einatmen von Aerosolen
  • Kranbetrieb und Anschlagen von Lasten in der Werkstattmechanisch: Herabfallende oder pendelnde Lasten, Quetschgefahr, Versagen der Anschlagmittel
  • Heben und Tragen schwerer Profile, Bleche und Bauteilephysische Belastung: Rückenbelastung, Quetsch- und Schnittgefahr an Kanten und Graten
  • Montagearbeiten auf Baustellen (Geländer, Treppen, Stahlbau, Fassaden)Absturz: Absturz an offenen Kanten, aus Hubarbeitsbühnen und von Leitern; gerade bei Geländermontage fehlt der Seitenschutz systembedingt
  • Bedienen von HubarbeitsbühnenAbsturz: Umsturz der Bühne, Herausschleudern aus dem Korb (Peitscheneffekt), Quetschen an Bauwerksteilen
  • Beizen und Passivieren von EdelstahlGefahrstoffe: Schwere Verätzungen durch fluss- und salpetersäurehaltige Beizmittel, gesundheitsgefährliche Dämpfe
  • Lärm in der Werkstatt (Richten, Schleifen, Sägen, Hämmern)physikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch impulshaltigen Lärm und Dauerlärm über 85 dB(A)
  • Vibrationsbelastung (Winkelschleifer, Nadelentroster, Schlagschrauber)physikalisch (Vibration): Hand-Arm-Vibrationssyndrom bei dauerhaftem Einsatz vibrierender Maschinen
  • Lagerung und Transport von Gasflaschen (Schutzgas, Acetylen, Sauerstoff)Brand-Explosion: Explosions- und Brandgefahr, Umstürzen der Flaschen, Sauerstoffanreicherung
  • Elektrische Betriebsmittel und Schweißstromquellenelektrisch: Körperdurchströmung durch defekte Leitungen, erhöhte Gefährdung beim Schweißen in engen leitfähigen Bereichen
  • Pulverbeschichten und Lackieren von BauteilenBrand-Explosion: Explosionsfähige Staub-/Dampf-Luft-Gemische in Beschichtungsbereichen, Hautkontakt mit Beschichtungsstoffen
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)

In sieben Schritten zur Gefährdungsbeurteilung

  1. 1
    Tätigkeiten und Arbeitsbereiche erfassen

    Listen Sie alle wiederkehrenden Tätigkeiten und Arbeitsbereiche im Betrieb auf — Werkstatt, Baustelle, Lager, Fahrzeug. Ergänzen Sie besondere Situationen wie Instandhaltung oder Alleinarbeit.

  2. 2
    Gefährdungen ermitteln

    Bestimmen Sie je Tätigkeit die relevanten Gefährdungsfaktoren — mechanisch, elektrisch, chemisch, biologisch, physikalisch sowie psychisch und organisatorisch.

  3. 3
    Risiko beurteilen

    Bewerten Sie jede Gefährdung nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß. Halten Sie das Ergebnis in einer nachvollziehbaren Klasse fest (zum Beispiel gering, mittel, hoch).

  4. 4
    Maßnahmen nach dem TOP-Prinzip festlegen

    Definieren Sie Schutzmaßnahmen in der Reihenfolge Technisch vor Organisatorisch vor Persönlich (TOP). Persönliche Schutzausrüstung ist die letzte, nicht die erste Wahl.

  5. 5
    Maßnahmen umsetzen und Verantwortliche benennen

    Legen Sie fest, wer bis wann welche Maßnahme umsetzt. Verankern Sie Zuständigkeiten und Fristen schriftlich, damit die Umsetzung überprüfbar bleibt.

  6. 6
    Wirksamkeit prüfen

    Kontrollieren Sie nach der Umsetzung, ob die Maßnahmen die Gefährdung tatsächlich reduzieren — durch Begehung, Rückmeldung der Beschäftigten oder Messung.

  7. 7
    Regelmäßig fortschreiben, spätestens bei Änderungen im Betrieb

    Aktualisieren Sie die Gefährdungsbeurteilung bei neuen Tätigkeiten, Arbeitsmitteln oder Arbeitsplätzen, nach Unfällen sowie in regelmäßigen Abständen zur Überprüfung der Wirksamkeit.

Häufige Fragen

Ist der Konfigurator kostenlos?
Ja, die Auswahl der Tätigkeiten und die Anzeige der Gefährdungen mit Risikoeinstufung sind vollständig kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar. Die vollständigen Maßnahmenvorschläge sind Teil der kostenpflichtigen GBU-Kataloge.
Ersetzt der Konfigurator eine eigene Gefährdungsbeurteilung?
Nein. Er liefert eine gewerketypische Grundlage, die Sie auf Ihren Betrieb anpassen müssen: eigene Arbeitsverfahren, Maschinen und örtliche Gegebenheiten gehören ergänzt.
Ab wie vielen Mitarbeitern brauche ich eine Gefährdungsbeurteilung?
Die Pflicht aus § 5 ArbSchG gilt ab dem ersten Beschäftigten. Die Dokumentationspflicht nach § 6 ArbSchG greift ab zehn Beschäftigten; darunter ist die Dokumentation dringend zu empfehlen.
Kann ich das Ergebnis speichern?
Sie können die Ergebnisliste direkt ausdrucken oder als PDF sichern. Eine bearbeitbare Excel-Fassung mit Bewertungs- und Maßnahmenspalten ist Teil der GBU-Kataloge.
Wie oft muss eine Gefährdungsbeurteilung aktualisiert werden?
Immer dann, wenn sich Tätigkeiten, Arbeitsmittel oder Arbeitsplätze wesentlich ändern, nach Unfällen sowie in regelmäßigen Abständen zur Überprüfung der Wirksamkeit.