Gefährdungsbeurteilung online erstellen

Meisterdok-Redaktion · Zuletzt aktualisiert am

Eine Gefährdungsbeurteilung ist die systematische Ermittlung und Bewertung der Gefährdungen an jedem Arbeitsplatz und für jede Tätigkeit. Sie ist nach § 5 Arbeitsschutzgesetz für jeden Betrieb ab dem ersten Beschäftigten verpflichtend; ab zehn Beschäftigten ist das Ergebnis nach § 6 ArbSchG vollständig zu dokumentieren, darunter in angemessener Form.

Der GBU-Assistent führt Sie in sechs Schritten von den Betriebsdaten über Tätigkeiten und Risikobewertung bis zur fertigen Gefährdungsbeurteilung als PDF — für 19 der 20 Gewerke, ohne Anmeldung.

402 vorbereitete Gefährdungen · Risikomatrix nach Nohl · Ihre Eingaben bleiben im Browser

Wer die Gefährdungsbeurteilung online erstellen möchte, findet im folgenden Assistenten für 19 der 20 Gewerke die typischen Tätigkeiten mit ihren Gefährdungen, eine Risikobewertung nach Nohl und Maßnahmen nach dem TOP-Prinzip — das Ergebnis lässt sich als PDF dokumentieren.

Schritt 1: Betriebsdaten

Die Verantwortung für die Gefährdungsbeurteilung liegt beim Arbeitgeber (§ 5 ArbSchG); der Assistent unterstützt die eigenverantwortliche Erstellung. Ihre Eingaben werden nicht gespeichert und nur im Browser für die PDF-Erzeugung verwendet.

Schritt 1 von 6

Typische Gefährdungen nach Gewerk

Übersicht über alle 19 Gewerke im Konfigurator. Jede Sektion ist eingeklappt — zum Aufklappen anklicken.

Dachdecker22 Tätigkeiten

Dachdecker

  • Arbeiten an Traufe und Ortgang (Steildach)Absturz: Absturz über die Dachkante bei Eindeck-, Reparatur- und Rüstarbeiten
  • Arbeiten am Giebel und an DachöffnungenAbsturz: Absturz an Giebelkanten sowie durch Öffnungen (Kamine, Dachfenster, Aussparungen)
  • Arbeiten auf Flachdächern mit Lichtkuppeln und LichtplattenAbsturz: Durchsturz durch nicht durchsturzsichere Lichtkuppeln, Lichtbänder und Faserzementplatten
  • Verlegen und Verschweißen von Bitumenbahnen mit GasbrennerBrand-Explosion: Brandentstehung an Dämmstoffen, Unterkonstruktion und angrenzenden Bauteilen; Verbrennungen durch Flamme und heiße Bitumenmasse
  • Umgang mit Propangasflaschen auf dem DachBrand-Explosion: Explosionsgefahr durch ausströmendes Gas, Umstürzen und Erwärmung der Flaschen
  • Heißbitumen-Arbeiten (Kocher, Vergussmassen)Gefahrstoffe: Verbrennungen durch heiße Massen, Einatmen von Bitumendämpfen und -aerosolen
  • Materialtransport auf das Dach (Schrägaufzug, Kran, Seilwinde)mechanisch: Herabfallende Lasten, Quetschgefahr beim An- und Abschlagen, Versagen der Anschlagmittel
  • Manueller Lastentransport (Ziegel, Platten, Dämmstoffe, Bahnenrollen)physische Belastung: Heben und Tragen schwerer Lasten auf Leitern, Gerüsten und geneigten Flächen
  • Witterungseinflüsse: Hitze und UV-StrahlungArbeitsumgebung: Sonnenbrand, Hautkrebsgefahr (UV), Hitzebelastung und Kreislaufprobleme auf dem Dach
  • Witterungseinflüsse: Wind, Regen, Glätte, KälteArbeitsumgebung: Absturzgefahr durch Windböen und glatte Dachflächen, Unterkühlung, herabgewehte Materialien
  • Zuschnitt von Dachziegeln, Schiefer und Faserzementplattenphysikalisch (Staub): Einatmen quarzhaltiger Stäube beim Trockenschnitt (Krebsgefährdung durch Quarzfeinstaub)
  • Rückbau alter Dacheindeckungen mit AsbestzementplattenGefahrstoffe: Freisetzung von Asbestfasern beim Ausbau alter Wellplatten und Fassadenplatten
  • Umgang mit Handmaschinen (Kreissäge, Trennschleifer, Nagler)mechanisch: Schnittverletzungen, Rückschlag, wegfliegende Teile, versehentliches Auslösen von Naglern
  • Lärm bei Zuschnitt- und Montagearbeitenphysikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch Trennschleifer, Sägen und Nagler
  • Arbeiten in Zwangshaltung (Knien, Hocken, gebückt auf der Dachfläche)physische Belastung: Belastung von Knien, Rücken und Hüfte bei Eindeck- und Abdichtarbeiten
  • Montage von Dachfenstern, Gauben und SolaranlagenAbsturz: Absturz nach innen durch Öffnungen und nach außen über die Dachfläche; elektrische Gefährdung bei PV (DC)
  • Leiternzugang zum Dach und Verkehrswege auf der BaustelleAbsturz: Absturz vom Leiterzugang, Stolpern über Material und Schutt auf Verkehrswegen
  • Absperrung des Gefahrenbereichs am Bodenmechanisch: Verletzung Dritter und Beschäftigter durch herabfallende Ziegel, Werkzeuge und Abraum
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
Elektro23 Tätigkeiten

Elektro

  • Arbeiten an elektrischen Anlagen im freigeschalteten Zustandelektrisch: Körperdurchströmung durch unerwartetes Wiedereinschalten oder nicht festgestellte Spannungsfreiheit
  • Arbeiten unter Spannung (AuS)elektrisch: Körperdurchströmung und Störlichtbogen bei Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen
  • Fehlersuche und Messen an unter Spannung stehenden Teilenelektrisch: Körperdurchströmung, Störlichtbogen durch ungeeignete Messmittel oder Abrutschen der Prüfspitzen
  • Arbeiten in und an Schaltschränken und Verteilungenelektrisch: Störlichtbogen durch Kurzschluss (herabfallende Werkzeuge, leitfähige Teile), Berühren aktiver Teile
  • Errichten von Baustromversorgung / Arbeiten auf Baustellenelektrisch: Körperdurchströmung durch fehlende oder defekte RCD-Schutzeinrichtungen und beschädigte Leitungen
  • Prüfung und Einsatz ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittelelektrisch: Körperdurchströmung durch defekte Anschlussleitungen, Stecker und Geräte
  • Bohr-, Stemm- und Schlitzarbeiten in Wänden und Deckenmechanisch: Treffen verdeckt liegender Elektro-, Gas- oder Wasserleitungen; wegfliegende Bruchstücke
  • Staubbelastung bei Schlitz- und Stemmarbeiten (mineralischer Staub)physikalisch (Staub): Einatmen quarzhaltiger mineralischer Stäube (Gefahr von Silikose, Krebsgefährdung)
  • Arbeiten auf Leitern und TrittenAbsturz: Absturz durch Umkippen, Wegrutschen oder Überstrecken auf der Leiter
  • Arbeiten auf Gerüsten und HubarbeitsbühnenAbsturz: Absturz von hochgelegenen Arbeitsplätzen, Umstürzen der Hubarbeitsbühne
  • Montage von Kabeltrassen, Leuchten und Installationen über Kopfphysische Belastung: Zwangshaltung bei Überkopfarbeit, Ermüdung der Schulter-Nacken-Muskulatur; herabfallende Teile
  • Kabelzug und Transport von Kabeltrommelnphysische Belastung: Heben und Ziehen schwerer Lasten, Quetschgefahr an Trommeln und Winden
  • Umgang mit Elektrowerkzeugen (Bohrhammer, Winkelschleifer, Säge)mechanisch: Schnitt- und Stichverletzungen, wegfliegende Teile, Zerbersten von Trennscheiben
  • Lärm bei Stemm-, Bohr- und Montagearbeitenphysikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch Lärmexposition (Bohrhammer, Winkelschleifer, Baustellenlärm)
  • Löt- und AnschlussarbeitenGefahrstoffe: Einatmen von Lötrauch, Verbrennungen an heißen Lötspitzen
  • Umgang mit Vergussmassen, Klebern und ReinigungsmittelnGefahrstoffe: Haut- und Atemwegsreizungen, Sensibilisierung (z. B. durch Harzsysteme, Lösemittel)
  • Montage von Photovoltaik-AnlagenAbsturz: Absturz vom Dach, Durchsturz durch nicht tragfähige Flächen; zusätzlich DC-Spannung der Module
  • Transport von Material und Leitern mit Firmenfahrzeugenmechanisch: Verletzungen durch ungesicherte Ladung, Verkehrsunfälle auf Fahrten zu Einsatzstellen
  • Arbeiten in Bestandsgebäuden (Altinstallationen)elektrisch: Unerwartete Spannung durch fremde Einspeisungen, fehlerhafte Altinstallationen, unklare Leitungsführung
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
SHK / Sanitär-Heizung-Klima22 Tätigkeiten

SHK / Sanitär-Heizung-Klima

  • Transport und Einbau von Kesseln, Speichern und Badewannenphysische Belastung: Heben und Tragen schwerer, sperriger Lasten, insbesondere in Treppenhäusern; Quetschgefahr
  • Löt- und Schweißarbeiten an Rohrleitungen (Hartlöten, Autogen)Brand-Explosion: Brandentstehung durch Flamme und heiße Teile, besonders in Bestandsgebäuden (Holzbalken, Dämmung)
  • Umgang mit Acetylen- und PropangasflaschenBrand-Explosion: Explosionsgefahr durch ausströmendes Gas, Umstürzen der Flaschen, Flammenrückschlag
  • Arbeiten an Gasleitungen und GasgerätenBrand-Explosion: Explosionsfähige Atmosphäre bei Undichtigkeiten, CO-Bildung bei unvollständiger Verbrennung
  • Arbeiten an Abwasserleitungen und VerstopfungsbeseitigungGefahrstoffe: Kontakt mit Fäkalien und Krankheitserregern (biologische Arbeitsstoffe), Spritzer beim Öffnen von Leitungen
  • Austausch alter Heizungsanlagen und Rohrleitungen (Bestand)Gefahrstoffe: Asbesthaltige Dichtungen und Bauteile sowie künstliche Mineralfasern alter Dämmungen in Altanlagen
  • Kernbohrungen und Stemmarbeiten für Rohrdurchführungenphysikalisch (Staub): Einatmen quarzhaltiger Stäube, Lärm und Vibration durch Bohrhämmer
  • Arbeiten in engen Kellerräumen, Schächten und InstallationsschächtenArbeitsumgebung: Beengte Arbeitsbedingungen, Zwangshaltung, schlechte Belüftung und Beleuchtung
  • Montage von Sanitärobjekten und Armaturenmechanisch: Schnittverletzungen an Rohrkanten, Gewinden und Keramikbruch, Quetschen beim Einpassen
  • Arbeiten auf Leitern und Tritten (Deckenmontage, Steigleitungen)Absturz: Absturz durch Umkippen oder Wegrutschen der Leiter, Überstrecken
  • Dacharbeiten (Abgasleitungen, Solarthermie, Lüftung)Absturz: Absturz von Dachflächen und über Dachränder, Durchsturz durch Lichtplatten
  • Umgang mit Kältemitteln an Wärmepumpen und KlimaanlagenGefahrstoffe: Kältemittelaustritt (Erstickungs-/Kälteverbrennungsgefahr, Brennbarkeit bei A2L/A3-Kältemitteln wie R32/R290)
  • Druck- und Dichtheitsprüfungen von Leitungenmechanisch: Herausschleudernde Stopfen und Bauteile bei Prüfung mit Druckluft, Platzen von Leitungen
  • Elektrische Anschlussarbeiten an Geräten (Kessel, Pumpen, Wärmepumpen)elektrisch: Körperdurchströmung bei Arbeiten an elektrischen Anschlüssen und Regelungen
  • Umgang mit Chemikalien (Spülung, Entkalkung, Korrosionsschutz, Abflussreiniger)Gefahrstoffe: Verätzungen und Reizungen durch saure/alkalische Produkte, gefährliche Reaktionen beim Mischen
  • Lärm bei Stemm-, Säge- und Montagearbeitenphysikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch Bohrhammer, Trennschleifer, Pressenwerkzeug
  • Kundendienst- und Notdiensteinsätze mit dem Fahrzeugmechanisch: Verkehrsunfälle durch Zeitdruck und lange Fahrstrecken, ungesicherte Ladung
  • Arbeiten an Trinkwasser-Installationen (Legionellenprophylaxe bei Wartung)Gefahrstoffe: Einatmen legionellenhaltiger Aerosole bei Arbeiten an stagnierenden Warmwasseranlagen (z. B. Duschköpfe, Speicher)
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
Maler & Lackierer21 Tätigkeiten

Maler & Lackierer

  • Arbeiten auf Leitern und Tritten (Innenräume)Absturz: Absturz durch Umkippen, Wegrutschen und Überstrecken, unsichere Aufstellung auf Treppen
  • Fassadenarbeiten auf Gerüsten und FahrgerüstenAbsturz: Absturz durch fehlenden Seitenschutz, nicht gesicherte Fahrrollen, unvollständigen Belag
  • Verarbeitung lösemittelhaltiger Lacke und GrundierungenGefahrstoffe: Einatmen von Lösemitteldämpfen (Nerven-/Organschädigung), Haut-Entfettung
  • Spritzlackieren (Airless, Becherpistole)Gefahrstoffe: Einatmen von Farbaerosolen und Lösemitteldämpfen, Injektionsverletzungen durch Airless-Hochdruck
  • Explosionsgefahr bei Lösemittelverarbeitung und -lagerungBrand-Explosion: Explosionsfähige Dampf-Luft-Gemische in schlecht belüfteten Räumen, Lagerung von Lösemitteln und Verdünnungen
  • Schleifen von Altanstrichen und Spachtelflächenphysikalisch (Staub): Einatmen von Schleifstäuben; bei Altanstrichen mögliche Blei- und Schadstoffbelastung
  • Entfernen von Altbeschichtungen mit AbbeizmittelnGefahrstoffe: Verätzungen und Reizungen durch Abbeizer, gesundheitsgefährliche Dämpfe
  • Abbrennen/Entfernen von Altanstrichen mit HeißluftBrand-Explosion: Brandentstehung an Untergründen (Holz, Dämmung), Schwelbrände in Hohlräumen; Schadstofffreisetzung
  • Verarbeitung von Epoxidharzen und PU-Beschichtungen (Bodenbeschichtung)Gefahrstoffe: Sensibilisierung von Haut und Atemwegen (Allergien durch Epoxide/Isocyanate)
  • Verarbeitung mineralischer Putze, Silikat- und KalkprodukteGefahrstoffe: Verätzung von Haut und Augen durch stark alkalische Produkte (Kalk, Wasserglas)
  • Feuchtarbeit und häufiger Wasser-/ReinigungsmittelkontaktGefahrstoffe: Hauterkrankungen (Abnutzungsekzem) durch Feuchtarbeit und Reinigungsmittel
  • Tapezier- und Spachtelarbeiten über Kopfphysische Belastung: Zwangshaltung bei Überkopfarbeit, Schulter-Nacken-Beschwerden
  • Heben und Tragen von Gebinden, Gerüstteilen und Leiternphysische Belastung: Rückenbelastung durch schwere Farbeimer (bis 25 kg), Materialtransport in Obergeschosse
  • Zuschnitt- und Cutterarbeiten (Tapeten, Vlies, Abdeckmaterial)mechanisch: Schnittverletzungen durch Cuttermesser
  • Arbeiten in bewohnten oder genutzten GebäudenArbeitsumgebung: Stolperstellen durch Abdeckungen und Kabel, Konflikte mit Nutzern, beengte Verhältnisse
  • Fassadenreinigung mit Hochdruckreinigermechanisch: Verletzungen durch Hochdruckstrahl, Rückstoß, Aufwirbeln von Partikeln; Strom in Nassbereichen
  • Lärm bei Schleif- und Maschinenarbeitenphysikalisch (Lärm): Gehörschädigung bei längerem Maschineneinsatz (Schleifer, Hochdruckreiniger, Baustellenlärm)
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
Zimmerer21 Tätigkeiten

Zimmerer

  • Richt- und Montagearbeiten auf dem DachstuhlAbsturz: Absturz von Pfetten, Sparren und ungesicherten Arbeitsplätzen in großer Höhe
  • Arbeiten an Deckenrändern und Öffnungen (Deckenbalkenlage, Treppenlöcher)Absturz: Absturz an offenen Deckenrändern und durch nicht gesicherte Öffnungen
  • Durchsturzgefahr auf nicht tragfähigen Flächen (Unterspannbahn, Schalung, Lichtplatten)Absturz: Durchsturz durch nicht begehbare Flächen und Alt-Substanz bei Sanierungen
  • Abbund mit Handkettensäge und Handkreissägemechanisch: Schwere Schnittverletzungen, Rückschlag der Kettensäge, Kontakt mit laufender Kette
  • Arbeiten an stationären Maschinen (Abbundanlage, Kreissäge, Kettenstemmer)mechanisch: Schnitt- und Quetschverletzungen, Einzugsgefahr, wegfliegende Teile
  • Arbeiten mit Druckluftnaglernmechanisch: Durchschuss- und Abprallverletzungen, versehentliches Auslösen
  • Kranarbeiten: Anschlagen und Versetzen von Wand-, Dach- und Deckenelementenmechanisch: Herabfallende oder pendelnde Lasten, Quetschgefahr beim Einweisen, Versagen von Anschlagmitteln
  • Montage großformatiger Wand- und Dachelementemechanisch: Kippen und Umstürzen von Elementen vor endgültiger Befestigung
  • Heben und Tragen von Balken, Platten und Elementenphysische Belastung: Rückenbelastung durch schwere Kanthölzer und Platten, Schulterlast beim Tragen
  • Holzstaub bei Abbund-, Säge- und Schleifarbeitenphysikalisch (Staub): Einatmen von Holzstaub (Eichen-/Buchenholzstaub krebserzeugend), Staubbelastung in der Halle
  • Lärm bei Säge-, Nagel- und Abbundarbeitenphysikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch Sägen, Nagler und Maschinen (häufig über 85 dB(A))
  • Vibrationsbelastung (Kettensäge, Schlagschrauber)physikalisch (Vibration): Hand-Arm-Vibrationen bei längerem Maschineneinsatz
  • Umgang mit Holzschutzmitteln und VerklebungenGefahrstoffe: Haut- und Atemwegsbelastung durch Holzschutzmittel, PU-Kleber (Isocyanate)
  • Arbeiten auf Leitern und GerüstenAbsturz: Absturz durch unsichere Leiteraufstellung, unvollständige Gerüste
  • Witterung bei Montagearbeiten (Wind, Nässe, Hitze, Kälte)Arbeitsumgebung: Abwehen von Personen und Material bei Wind, Rutschgefahr bei Nässe, UV-/Hitzebelastung
  • Sanierungsarbeiten im Bestand (Altholz, Dämmstoffe)Gefahrstoffe: Kontakt mit alten Holzschutzmitteln (z. B. PCP/Lindan-Verdacht), Taubenkot, alten KMF-Dämmstoffen
  • Transport und Ladungssicherung (Elemente, Langholz)mechanisch: Verrutschen und Herabfallen der Ladung, Quetschgefahr beim Be- und Entladen
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
Gerüstbau20 Tätigkeiten

Gerüstbau

  • Auf-, Um- und Abbau von Fassadengerüsten (Montage der obersten Lage)Absturz: Absturz aus der jeweils obersten, noch ungesicherten Gerüstlage
  • Vertikaler und horizontaler Materialtransport (Handübergabe, Bauaufzug, Seilrolle)physische Belastung: Hohe körperliche Belastung durch wiederholtes Heben, Übergeben und Tragen von Gerüstbauteilen
  • Herabfallende Gerüstbauteile und Werkzeugemechanisch: Verletzung von Beschäftigten und Dritten durch fallende Kupplungen, Beläge und Werkzeuge
  • Standsicherheit: Gründung und Verankerung des Gerüstsmechanisch: Umsturz/Versagen des Gerüsts durch unzureichende Gründung, fehlende Verankerungen, Überlastung
  • Annäherung an elektrische Freileitungenelektrisch: Stromüberschlag/Körperdurchströmung bei Unterschreitung der Schutzabstände mit Bauteilen
  • Arbeiten mit PSA gegen Absturz (PSAgA)Absturz: Absturz bei falscher Anwendung, ungeeigneten Anschlagpunkten, fehlender Rettung (Hängetrauma)
  • Auf- und Abbau von Fahrgerüsten und SondergerüstenAbsturz: Absturz und Umsturz durch nicht festgestellte Rollen, fehlende Ballastierung, Aufbaufehler
  • Ein- und Ausbau von Gerüstbelägen und Konsolenmechanisch: Quetschverletzungen an Fingern und Händen, Stolpern über Bauteile auf Belägen
  • Bekleidete Gerüste (Netze und Planen) bei Windmechanisch: Versagen des Gerüsts durch erhöhte Windlasten, Arbeiten bei Böen
  • Witterung: Nässe, Eis, Schnee, Hitze, UV-StrahlungArbeitsumgebung: Ausrutschen auf nassen/vereisten Belägen und Bauteilen, Unterkühlung, UV-/Hitzebelastung
  • Gerüstprüfung und Freigabe / Übergabe an Nutzermechanisch: Nutzung nicht fertiggestellter oder veränderter Gerüste durch Dritte
  • Be- und Entladen der Gerüstfahrzeuge, Ladungssicherungmechanisch: Herabfallende Bauteile beim Entladen, Verrutschen der Ladung, Quetschgefahr
  • Transportfahrten zu Baustellenmechanisch: Verkehrsunfälle durch Zeitdruck, hohe Fahrleistung und beladene Fahrzeuge
  • Arbeiten im öffentlichen Verkehrsraum (Gehweg-/Straßengerüste)mechanisch: Anfahren durch Fahrzeuge beim Auf-/Abbau, Gefährdung von Passanten
  • Lärmbelastung auf Baustellenphysikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch eigenen Maschineneinsatz und Baustellenlärm anderer Gewerke
  • Handmaschineneinsatz (Schlagschrauber, Bohrhammer für Anker)physikalisch (Vibration): Hand-Arm-Vibration beim Setzen von Ankern und Verschraubungen
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
Tischler & Schreiner21 Tätigkeiten

Tischler & Schreiner

  • Arbeiten an der Formatkreissägemechanisch: Schnittverletzungen am Sägeblatt, Rückschlag des Werkstücks, Einzug bei fehlendem Spaltkeil
  • Arbeiten an der Abricht- und Dickenhobelmaschinemechanisch: Schnittverletzungen an der Messerwelle, Rückschlag beim Abrichten schmaler Werkstücke
  • Arbeiten an der Tischfräsmaschinemechanisch: Rückschlag des Werkstücks, Berühren des Fräswerkzeugs, wegfliegende Werkzeugteile
  • Arbeiten an Kapp-, Gehrungs- und Bandsägemechanisch: Schnittverletzungen, Abrutschen beim Halten kurzer Werkstücke
  • Umgang mit Handmaschinen (Handkreissäge, Oberfräse, Akkuschrauber, Exzenterschleifer)mechanisch: Schnittverletzungen, Rückschlag der Handkreissäge, wegfliegende Späne
  • Holzstaubexposition beim Maschinen- und Schleifarbeitenphysikalisch (Staub): Einatmen von Holzstaub; Eichen- und Buchenholzstaub ist krebserzeugend (Nasenkrebs)
  • Lärm im Maschinenraumphysikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch Sägen, Hobelmaschinen und Absauganlage (häufig über 85 dB(A))
  • Lackieren, Beizen und Ölen von OberflächenGefahrstoffe: Einatmen von Lösemitteldämpfen und Spritznebel, Hautkontakt mit Beizen und Härtern
  • Brand-/Explosionsgefahr durch Stäube, Späne und LösemittelBrand-Explosion: Staubexplosion/Brand in Absauganlage, Silo und Spänebunker; Selbstentzündung ölgetränkter Lappen
  • Verleimen und Kleben (PVAc, PU-Kleber, Kontaktkleber, Epoxid)Gefahrstoffe: Hautsensibilisierung durch PU-/Epoxidkleber (Isocyanate), Lösemitteldämpfe bei Kontaktklebern
  • Heben und Tragen von Plattenwerkstoffen und Massivholzphysische Belastung: Rückenbelastung durch großformatige Platten (teils über 50 kg), Einklemmen der Hände
  • Lagerung von Platten und Kanthölzernmechanisch: Kippen und Herabfallen gelagerter Platten und Hölzer, Einsturz überlasteter Regale
  • Montagearbeiten beim Kunden (Fenster, Türen, Innenausbau)Absturz: Absturz von Leitern und Gerüsten bei Fenster-/Deckenmontage, Arbeiten an Treppen
  • Glastransport und Glasmontage (Fenster, Vitrinen)mechanisch: Schnittverletzungen durch Glasbruch, Kippen schwerer Glaseinheiten
  • Vibrationsbelastung durch Handmaschinenphysikalisch (Vibration): Hand-Arm-Vibration bei längerem Einsatz von Schleif- und Fräsmaschinen
  • Elektrische Betriebsmittel in der Werkstattelektrisch: Körperdurchströmung durch beschädigte Leitungen und Geräte, Staubablagerung auf Elektrik
  • Transport und Auslieferung von Möbeln und Bauelementenphysische Belastung: Heben schwerer Möbel in Treppenhäusern, Quetschgefahr, Ladungssicherung
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
Trockenbau20 Tätigkeiten

Trockenbau

  • Transport und Heben von Gipsplattenphysische Belastung: Rückenbelastung durch großformatige Platten (25–40 kg je Platte), Transport durch Treppenhäuser
  • Zwischenlagerung von Platten auf der Baustellemechanisch: Kippen und Umfallen hochkant gelagerter Plattenstapel, Überlastung von Decken
  • Deckenbekleidungen und Überkopfmontage (Unterkonstruktion, Platten)physische Belastung: Zwangshaltung bei Überkopfarbeit, Halten von Platten über Kopf
  • Arbeiten auf Bock- und Fahrgerüsten, ArbeitsböckenAbsturz: Absturz durch fehlenden Seitenschutz, ungesicherte Rollen, ungeeignete Aufstiege (Stühle, Kisten)
  • Arbeiten auf Leitern und TrittenAbsturz: Absturz durch Umkippen und Überstrecken, Arbeiten auf obersten Sprossen
  • Schleifen von Spachtelflächen (Wände, Decken, Fugen)physikalisch (Staub): Hohe Staubbelastung durch Schleifstäube (A-/E-Staub), Belastung der Atemwege
  • Zuschnitt von Gipsplatten und Profilen (Cutter, Säge, Blechschere)mechanisch: Schnittverletzungen durch Cuttermesser und scharfkantige Metallprofile
  • Einbau von Mineralwolle-DämmstoffenGefahrstoffe: Haut-, Augen- und Atemwegsreizungen durch Faserstäube (KMF); alte Mineralwolle (vor 1996/2000) potenziell krebserzeugend
  • Rückbau und Demontage im BestandGefahrstoffe: Freisetzung von Schadstoffen aus Altsubstanz (Asbest in Spachtelmassen/Kleber, alte KMF, Schimmel), herabfallende Bauteile
  • Bohr- und Dübelarbeiten an Wand und Decke (Bohrhammer, Direktmontage)mechanisch: Treffen verdeckter Leitungen, Staub und Lärm, Rückstoß von Setzgeräten
  • Lärm durch Maschinen und parallel arbeitende Gewerkephysikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch Kappsägen, Trennschleifer, Bohrhämmer und Baustellenlärm
  • Elektrische Betriebsmittel auf der Baustelleelektrisch: Körperdurchströmung durch beschädigte Leitungen und Geräte, Bohren in stromführende Leitungen
  • Umgang mit Ansetzbindern, Spachtelmassen und KlebernGefahrstoffe: Hautbelastung durch alkalische Massen und Feuchtarbeit, Stäube beim Anmischen
  • Stolpern und Stürzen auf der Baustelle (Material, Kabel, Bauschutt)Arbeitsumgebung: Sturzverletzungen durch herumliegendes Material, Leitungen und unebene Böden, schlechte Beleuchtung
  • Brandschutz bei Trenn- und Heißarbeiten (Flex, Kappsäge an Metallprofilen)Brand-Explosion: Brandentstehung durch Funkenflug in Bereichen mit Dämmstoffen, Folien und Bauabfällen
  • Trennwand-Montage an offenen Deckenkanten und TreppenläufenAbsturz: Absturz an offenen Gebäudekanten, Treppenaugen und Aufzugsschächten während des Innenausbaus
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
Fliesenleger20 Tätigkeiten

Fliesenleger

  • Verlegearbeiten am Boden (dauerhaftes Knien und Hocken)physische Belastung: Kniegelenksbelastung durch überwiegend kniende Tätigkeit (Gefahr von Meniskus-/Kniearthrose als Berufskrankheit)
  • Heben und Tragen von Fliesenpaketen, Mörtel- und Kleber-Säckenphysische Belastung: Rückenbelastung durch Säcke (25 kg) und Großformatfliesen, Treppentransport
  • Umgang mit zementhaltigen Klebern, Mörteln und SpachtelmassenGefahrstoffe: Hautschäden bis Verätzung durch alkalische Zementprodukte, Chromatallergie (Maurerkrätze)
  • Verfugen mit Epoxidharz-FugenmassenGefahrstoffe: Sensibilisierung von Haut und Atemwegen durch Epoxidharze (allergisches Kontaktekzem)
  • Zuschnitt von Fliesen mit Trennschleifer / Trockenschnittphysikalisch (Staub): Einatmen von Quarzfeinstaub beim Trockenschneiden von Feinsteinzeug und Naturstein (Krebsgefährdung, Silikose)
  • Zuschnitt mit dem Fliesenschneider und Brechen von Fliesenmechanisch: Schnittverletzungen an scharfen Fliesenkanten und Bruchstücken, Splitterflug
  • Entfernen von Altbelägen und Altklebern (Stemmen, Fräsen, Schleifen)Gefahrstoffe: Freisetzung von Asbestfasern aus alten Fliesenklebern und Spachtelmassen (Bestand bis ca. 1993), Quarzstaub
  • Stemm- und Abbrucharbeiten mit Bohr- und Stemmhammerphysikalisch (Vibration): Hand-Arm-Vibration, Lärm und Staub bei Stemmarbeiten
  • Arbeiten auf Leitern, Tritten und Kleingerüsten (Wandfliesen, Fassade)Absturz: Absturz bei Arbeiten in Wand- und Deckenhöhe, Überstrecken auf der Leiter
  • Elektrische Geräte im Nass- und Feuchtbereich (Rührwerk, Nassschneider)elektrisch: Körperdurchströmung durch Feuchtigkeit und beschädigte Geräte im Bad-/Nassbereich
  • Umgang mit Grundierungen, Dichtstoffen und SilikonenGefahrstoffe: Reizungen durch Lösemittel und Vernetzer, Dämpfe in kleinen unbelüfteten Bädern
  • Arbeiten in kleinen, schlecht belüfteten Räumen (Bäder, Duschen)Arbeitsumgebung: Anreicherung von Stäuben und Dämpfen, beengte Zwangshaltungen, schlechte Beleuchtung
  • Abdichtarbeiten im Verbund (Flüssigabdichtung)Gefahrstoffe: Hautkontakt mit Reaktionsharzen und Dispersionsabdichtungen
  • Lärm bei Zuschnitt- und Stemmarbeitenphysikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch Trennschleifer und Stemmhammer
  • Anmischen von Kleber, Mörtel und Ausgleichsmassen (Sackware)physikalisch (Staub): Einatmen von Zement- und Quarzstaub beim Öffnen und Anmischen der Sackware
  • Stolpern und Ausrutschen (Materialreste, nasse Flächen, Kabel)Arbeitsumgebung: Sturzverletzungen durch Mörtelreste, nasse und glatte Untergründe, Leitungen
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
GaLaBau22 Tätigkeiten

GaLaBau

  • Arbeiten mit der Motorsägemechanisch: Schwere Schnittverletzungen durch die laufende Kette, Rückschlag (Kickback)
  • Baumpflege und Fällarbeitenmechanisch: Getroffenwerden durch fallende Bäume, Äste und Totholz, unkontrolliertes Fallverhalten
  • Arbeiten in der Baumkrone (Seilklettertechnik, Hubarbeitsbühne)Absturz: Absturz aus der Krone, Versagen von Anschlagpunkten, Hängetrauma
  • Arbeiten mit Freischneider und Heckenscheremechanisch: Schnittverletzungen, weggeschleuderte Steine und Fremdkörper, Verletzung Dritter
  • Rasenmähen mit Aufsitzmäher und Ride-on-Gerätenmechanisch: Umsturz an Hängen und Kanten, Erfassen von Personen, weggeschleuderte Gegenstände
  • Arbeiten mit dem Häckslermechanisch: Einzug von Händen/Armen und Kleidung in das Einzugswerk, Rückschlagen von Ästen
  • Erdarbeiten mit Bagger und Radladermechanisch: Anfahren/Überfahren von Personen, Umsturz der Maschine, unbeabsichtigte Bewegungen
  • Arbeiten im Bereich erdverlegter Leitungen (Strom, Gas, Wasser, Telekom)elektrisch: Stromschlag/Lichtbogen und Gasaustritt beim Anbaggern oder Anbohren von Leitungen
  • Arbeiten in Baugruben und Gräbenmechanisch: Verschüttung durch einstürzende Grabenwände
  • Natursteinarbeiten: Pflastern, Mauern, Plattenverlegungphysische Belastung: Heben und Tragen schwerer Steine und Platten, dauerndes Knien und Bücken
  • Schneiden von Steinen und Platten (Trennschleifer, Steinsäge)physikalisch (Staub): Einatmen von Quarzfeinstaub (Krebsgefährdung, Silikose) beim Trockenschnitt
  • Umgang mit Pflanzenschutz- und DüngemittelnGefahrstoffe: Vergiftungs- und Reizungsgefahr beim Ansetzen und Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln
  • Lärmbelastung durch Motorgerätephysikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch Motorsägen, Freischneider, Laubbläser (über 85 dB(A))
  • Vibrationsbelastung (Rüttelplatte, Stampfer, Motorgeräte)physikalisch (Vibration): Hand-Arm-Vibration durch Verdichtungsgeräte und handgeführte Motorgeräte
  • Arbeiten bei Hitze, Sonne und UV-Strahlung im FreienArbeitsumgebung: Hautkrebsgefahr durch UV-Strahlung (anerkannte Berufskrankheit), Hitzschlag, Dehydrierung
  • Zecken- und Insektenexposition bei GrünarbeitenArbeitsumgebung: Infektionsgefahr durch Zeckenstiche (FSME, Borreliose), allergische Reaktionen auf Wespen-/Bienenstiche; Kontakt mit Eichenprozessionsspinner oder Riesenbärenklau
  • Arbeiten im öffentlichen Verkehrsraum (Straßenbegleitgrün, Kreisel)mechanisch: Anfahren durch fließenden Verkehr bei Mäh- und Pflegearbeiten
  • Transport von Maschinen und Material (Anhängerbetrieb)mechanisch: Verrutschen der Ladung, Abrollen von Maschinen beim Auf-/Abladen, Anhänger-Fahrfehler
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
Gebäudereinigung20 Tätigkeiten

Gebäudereinigung

  • Umgang mit Reinigungschemikalien (sauer, alkalisch, chlorhaltig)Gefahrstoffe: Verätzungen und Reizungen von Haut, Augen und Atemwegen; gefährliche Gasbildung beim Mischen (z. B. Chlorreiniger + saurer Reiniger)
  • Feuchtarbeit und Dauerkontakt mit Wasser und ReinigungslösungenGefahrstoffe: Hauterkrankungen (Abnutzungsekzem, Kontaktallergien) durch Feuchtarbeit über 2 Stunden/Tag
  • Unterhaltsreinigung: Wischen von BödenArbeitsumgebung: Ausrutschen auf feuchten Flächen (eigene und fremde Gefährdung), Stolpern über Kabel und Gegenstände
  • Arbeiten mit Scheuersaug- und Einscheibenmaschinenmechanisch: Erfassen durch rotierende Bürsten, unkontrollierte Bewegung der Einscheibenmaschine, Kabelbeschädigung
  • Elektrische Geräte im Nassbereichelektrisch: Körperdurchströmung durch beschädigte Leitungen und Feuchtigkeit
  • Glas- und Rahmenreinigung mit Leitern und TeleskopstangenAbsturz: Absturz von Leitern, Überstrecken beim Erreichen entfernter Flächen
  • Fassaden- und Glasreinigung in der Höhe (Hubarbeitsbühne, Befahranlage, PSAgA)Absturz: Absturz aus großer Höhe bei Arbeiten von Bühnen, Befahranlagen oder mit Seilzugangstechnik
  • SanitärreinigungGefahrstoffe: Infektionsgefahr durch Krankheitserreger (Fäkalkeime), Spritzer beim Reinigen von WCs; saure Sanitärreiniger
  • Umgang mit Abfällen im Objekt (Papierkörbe, Sanitärabfälle)mechanisch: Stich- und Schnittverletzungen durch Spritzen, Scherben und scharfe Gegenstände im Abfall
  • Hochdruckreinigung (Außenanlagen, Tiefgaragen)mechanisch: Verletzungen durch den Hochdruckstrahl, Rückstoß, aufgewirbelte Partikel, Lärm
  • Heben, Tragen und Schieben (Wassereimer, Maschinen, Müllsäcke, Mopp-Boxen)physische Belastung: Rückenbelastung durch Wasserbehälter und Maschinentransport, Treppen ohne Aufzug
  • Repetitive Bewegungsabläufe (Wischen, Moppen, Polieren)physische Belastung: Belastung von Schulter, Nacken und Handgelenken durch gleichförmige Bewegungen
  • Arbeiten in Fremdobjekten mit unbekannten GefahrenArbeitsumgebung: Unbekannte betriebliche Gefährdungen im Kundenobjekt (Maschinen, Gefahrstoffe, Verkehrswege)
  • Reinigung zu Randzeiten (früh morgens, spät abends, Nachtstunden)Arbeitsumgebung: Sturzgefahr bei schlechter Beleuchtung, Überfall-/Angstsituationen in leeren Gebäuden, Belastung durch versetzte Arbeitszeiten
  • Treppenhausreinigung und Arbeiten auf TreppenArbeitsumgebung: Stürze auf Treppen beim Reinigen mit Gerät und Eimer, rückwärtsgerichtetes Arbeiten
  • Glas- und Bruchschäden bei der Reinigungmechanisch: Schnittverletzungen an Glasbruch, beschädigten Oberflächen und scharfen Kanten
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
Kfz-Betrieb22 Tätigkeiten

Kfz-Betrieb

  • Arbeiten mit Hebebühnenmechanisch: Herabfallen des Fahrzeugs durch falsche Aufnahme, Versagen der Bühne; Quetschgefahr beim Heben/Senken
  • Arbeiten an angehobenen Fahrzeugen mit Wagenheber/Unterstellböckenmechanisch: Abstürzen des Fahrzeugs bei alleiniger Sicherung durch hydraulischen Heber
  • Arbeiten in der ArbeitsgrubeBrand-Explosion: Ansammlung von Kraftstoffdämpfen und Abgasen in der Grube (Explosions-/Erstickungsgefahr), Sturz in die Grube
  • Umgang mit Kraftstoffen (Tankarbeiten, Kraftstoffanlagen)Brand-Explosion: Brand- und Explosionsgefahr durch Benzindämpfe beim Abtanken und bei Arbeiten an Kraftstoffanlagen
  • Batterieservice (Blei-Säure-Batterien, Laden)Gefahrstoffe: Verätzungen durch Batteriesäure, Knallgasexplosion beim Laden, Kurzschluss mit Funkenbildung
  • Arbeiten an Hochvolt-Systemen (Hybrid- und Elektrofahrzeuge)elektrisch: Körperdurchströmung und Lichtbogen an HV-Komponenten (bis über 800 V DC), Restspannung in Zwischenkreisen
  • Auslösen/Ausbau von Airbag- und Gurtstraffereinheiten (pyrotechnische Systeme)mechanisch: Unbeabsichtigtes Auslösen pyrotechnischer Einheiten (Verletzungen von Kopf und Händen, Knalltrauma)
  • Motorlauf in der Werkstatt (Diagnose, Einstellarbeiten)Gefahrstoffe: Vergiftung durch Kohlenmonoxid und Dieselmotoremissionen (krebserzeugend) in Innenräumen
  • Bremsen- und Kupplungsservicephysikalisch (Staub): Einatmen von Brems- und Kupplungsstäuben (Feinstaub; bei Altfahrzeugen Asbestverdacht)
  • Umgang mit Altöl, Ölwechsel und SchmierdienstGefahrstoffe: Hauterkrankungen und Krebsgefährdung durch langzeitigen Hautkontakt mit Gebrauchtölen, Ausrutschen auf Ölspuren
  • Reifenservice und Montagearbeiten am Radmechanisch: Verletzungen an Montiermaschine und Wuchtmaschine, Zerknall beim Befüllen (v. a. LKW-/geteilte Felgen), schweres Heben von Rädern
  • Karosserie- und Schweißarbeiten am FahrzeugBrand-Explosion: Brandgefahr durch Funkenflug nahe Kraftstoffanlage, Unterbodenschutz und Innenausstattung; Schweißrauche
  • Arbeiten an Klimaanlagen (Kältemittel R134a / R1234yf)Gefahrstoffe: Kälteverbrennungen bei Kältemittelaustritt, Brennbarkeit von R1234yf, Zersetzungsprodukte an heißen Flächen
  • Umgang mit Reinigern, Verdünnern und Bremsflüssigkeit (Teilereinigung)Gefahrstoffe: Haut- und Atemwegsbelastung durch Kaltreiniger und Lösemittel, Brandgefahr
  • Lärm in der Werkstatt (Schlagschrauber, Karosseriearbeiten, Prüfläufe)physikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch impulshaltigen Lärm (Schlagschrauber, Hämmern, Trennschleifer)
  • Vibrationsbelastung durch Druckluft- und Schlagwerkzeugephysikalisch (Vibration): Hand-Arm-Vibration durch Schlagschrauber, Meißelhammer, Schleifer
  • Rangieren und Probefahrten, Verkehr auf dem Betriebshofmechanisch: Anfahren von Personen beim Rangieren, Unfälle bei Probefahrten
  • Stolper-, Rutsch- und Sturzgefahren in der HalleArbeitsumgebung: Ausrutschen auf Öl-, Fett- und Wasserspuren, Stolpern über Kabel, Schläuche und Teile
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
Metallbau & Schlosserei22 Tätigkeiten

Metallbau & Schlosserei

  • Schweißarbeiten (MAG/MIG, WIG, E-Hand)Gefahrstoffe: Einatmen von Schweißrauchen (u. a. krebserzeugende Bestandteile bei Chrom-Nickel-Stählen)
  • Schweißen: optische Strahlung, Funken und heiße TeileBrand-Explosion: Verblitzen der Augen, Verbrennungen, Brandentstehung durch Funkenflug und Schweißspritzer
  • Schweißen und Schleifen an verzinkten oder beschichteten TeilenGefahrstoffe: Zinkrauche (Metallrauchfieber), Zersetzungsprodukte von Beschichtungen
  • Trennschleifen und Schleifen (Winkelschleifer, Standschleifbock)mechanisch: Zerbersten von Schleifscheiben, Schnittverletzungen, Funkenflug, wegfliegende Teile
  • Arbeiten an der Tafelscheremechanisch: Schnitt- und Quetschverletzungen an Messerbalken und Niederhaltern
  • Arbeiten an Abkantpresse / Gesenkbiegepressemechanisch: Quetschen der Hände zwischen Ober- und Unterwerkzeug, Hochschlagen des Blechs
  • Bohren, Sägen, Gewindeschneiden an Metallbearbeitungsmaschinenmechanisch: Erfassen durch rotierende Werkzeuge, scharfe Späne, wegfliegende Teile
  • Umgang mit KühlschmierstoffenGefahrstoffe: Hauterkrankungen durch Kühlschmierstoffe, Einatmen von Aerosolen
  • Kranbetrieb und Anschlagen von Lasten in der Werkstattmechanisch: Herabfallende oder pendelnde Lasten, Quetschgefahr, Versagen der Anschlagmittel
  • Heben und Tragen schwerer Profile, Bleche und Bauteilephysische Belastung: Rückenbelastung, Quetsch- und Schnittgefahr an Kanten und Graten
  • Montagearbeiten auf Baustellen (Geländer, Treppen, Stahlbau, Fassaden)Absturz: Absturz an offenen Kanten, aus Hubarbeitsbühnen und von Leitern; gerade bei Geländermontage fehlt der Seitenschutz systembedingt
  • Bedienen von HubarbeitsbühnenAbsturz: Umsturz der Bühne, Herausschleudern aus dem Korb (Peitscheneffekt), Quetschen an Bauwerksteilen
  • Beizen und Passivieren von EdelstahlGefahrstoffe: Schwere Verätzungen durch fluss- und salpetersäurehaltige Beizmittel, gesundheitsgefährliche Dämpfe
  • Lärm in der Werkstatt (Richten, Schleifen, Sägen, Hämmern)physikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch impulshaltigen Lärm und Dauerlärm über 85 dB(A)
  • Vibrationsbelastung (Winkelschleifer, Nadelentroster, Schlagschrauber)physikalisch (Vibration): Hand-Arm-Vibrationssyndrom bei dauerhaftem Einsatz vibrierender Maschinen
  • Lagerung und Transport von Gasflaschen (Schutzgas, Acetylen, Sauerstoff)Brand-Explosion: Explosions- und Brandgefahr, Umstürzen der Flaschen, Sauerstoffanreicherung
  • Elektrische Betriebsmittel und Schweißstromquellenelektrisch: Körperdurchströmung durch defekte Leitungen, erhöhte Gefährdung beim Schweißen in engen leitfähigen Bereichen
  • Pulverbeschichten und Lackieren von BauteilenBrand-Explosion: Explosionsfähige Staub-/Dampf-Luft-Gemische in Beschichtungsbereichen, Hautkontakt mit Beschichtungsstoffen
  • Büro/Verwaltung: BildschirmarbeitArbeitsumgebung: Fehlbeanspruchung von Augen und Muskel-Skelett-System durch ungünstig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz
  • Büro/Verwaltung: elektrische Geräte und VerkehrswegeArbeitsumgebung: Stolpern über Kabel und abgestellte Gegenstände; defekte elektrische Bürogeräte
  • Alle Bereiche: Termin- und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung durch Termindruck, Personalengpässe und kurzfristige Auftragsänderungen
  • Alle Bereiche: Alleinarbeitpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall und psychische Belastung bei Alleinarbeit (z. B. Einzelmontage, Notdienst)
Büro & Verwaltung21 Tätigkeiten

Büro & Verwaltung

  • Bildschirmarbeitsplatz: Aufstellung von Bildschirm, Tastatur und Arbeitstischphysische Belastung: Nacken-, Schulter- und Rückenbeschwerden durch Zwangshaltung, verdrehte Sitzhaltung bei seitlich aufgestelltem Bildschirm, Handgelenkbeschwerden ohne Auflagefläche vor der Tastatur
  • Sehbelastung bei Bildschirmarbeit und arbeitsmedizinische Vorsorgephysische Belastung: Augenbeschwerden, Kopfschmerzen und Ermüdung durch zu kleine Zeichen, unscharfe oder flimmernde Darstellung sowie nicht korrigierte Fehlsichtigkeit im Sehabstand des Bildschirms
  • Beleuchtung, Reflexionen und Blendung am BildschirmarbeitsplatzArbeitsumgebung: Ermüdung, Fehlhaltung und Sehbeschwerden durch zu geringe Beleuchtungsstärke, Direktblendung durch Fenster und Leuchten sowie Spiegelungen auf Bildschirm und Tischplatte
  • Raumklima, Raumtemperatur und Lüftung in BüroräumenArbeitsumgebung: Leistungsabfall, Kopfschmerzen und Kreislaufbeschwerden durch Hitze, Zugluft, trockene Luft und unzureichenden Luftaustausch in besetzten Räumen
  • Lärm und Störschall im Mehrpersonen- und Großraumbürophysikalisch (Lärm): Konzentrationsverlust, Fehler und Beanspruchung durch Gespräche, Telefonate, Druck- und Klimatechnik; irrelevantes Sprachverstehen stört die Textarbeit besonders stark
  • Verkehrswege, Stolper- und Sturzstellen im Büromechanisch: Stolpern über Kabel, offene Schubladen und Kartons, Ausrutschen auf nassen Böden und in Eingangsbereichen, Stürze auf Treppen
  • Elektrische Betriebsmittel, Mehrfachsteckdosen und Ladegeräteelektrisch: Stromschlag durch beschädigte Leitungen und Steckvorrichtungen, Brandentstehung durch überlastete oder kaskadierte Mehrfachsteckdosen und ungeeignete Ladegeräte
  • Arbeiten auf Tritten und Leitern beim Archivieren und AblegenAbsturz: Absturz von Tritt, Stufenleiter oder Bürostuhl beim Griff in obere Regalebenen, Umkippen der Aufstiegshilfe, Fußverletzungen durch herabfallende Ordner
  • Heben und Tragen von Aktenordnern, Papierkartons und Getränkekistenphysische Belastung: Rücken- und Schulterbelastung sowie Bandscheibenschäden durch Heben aus gebückter Haltung, Tragen über längere Wege und Verdrehen des Rumpfes; Quetschungen an Fingern
  • Brandschutz sowie Flucht- und Rettungswege im VerwaltungsgebäudeBrand-Explosion: Rauchgasvergiftung und Brandverletzungen, verzögerte Räumung durch verstellte oder verschlossene Fluchtwege, festgestellte Brandschutztüren und fehlende Ortskenntnis
  • Erste Hilfe und Notfallorganisation im BüroArbeitsumgebung: Verzögerte Hilfeleistung bei Kreislaufnotfall, Sturz oder Schnittverletzung; unklare Meldewege und nicht auffindbares Erste-Hilfe-Material
  • Psychische Belastung durch Arbeitsverdichtung, Termindruck und Mehrarbeitpsychische Belastung: Erschöpfung, Schlafstörungen und erhöhte Fehlerquote durch dauerhaft zu hohe Arbeitsmenge, unrealistische Termine, fehlende Vertretungsregelung und geringen Handlungsspielraum
  • Ständige Erreichbarkeit und häufige Arbeitsunterbrechungenpsychische Belastung: Fehlende mentale Erholung und Konzentrationsverlust durch dienstliche Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit sowie durch ständige Unterbrechungen aus Telefon, Chat und Zuruf
  • Bewegungsmangel und Dauersitzenphysische Belastung: Muskuläre Verspannungen, Rückenbeschwerden und Kreislaufbelastung durch stundenlanges Sitzen in gleichbleibender Haltung ohne Haltungswechsel
  • Mobile Arbeit und Telearbeitsplätze außerhalb des Betriebsphysische Belastung: Fehlhaltungen an ungeeigneten Tischen und Stühlen, schlechte Beleuchtung und Notebookarbeit ohne externen Bildschirm, entgrenzte Arbeitszeiten und fehlende Anbindung an die Notfallorganisation
  • Publikumsverkehr, Beschwerden und aggressives Verhalten von Besuchernpsychische Belastung: Beleidigungen, Bedrohungen und in Einzelfällen körperliche Übergriffe an Empfang, Schalter und in Beratungsräumen; Nachwirkungen wie Angst und Schlafstörungen
  • Bürochemikalien, Toner und ReinigungsmittelGefahrstoffe: Haut- und Atemwegsreizungen durch Reiniger, Klebstoffe und Sprays, Staubfreisetzung beim Wechsel defekter Tonerkartuschen, Augenreizung bei unsachgemäßem Umgang
  • Alleinarbeit in Randzeiten, an Wochenenden und im Bereitschaftsdienstpsychische Belastung: Unbemerkter Notfall ohne Rettungskette, erhöhte Anspannung bei Aufenthalt im leeren Gebäude, Übergriffsrisiko beim Verlassen des Objekts in der Dunkelheit
  • Dienstfahrten mit Pkw zu Terminen und Außenstellenmechanisch: Verkehrsunfall durch Zeitdruck, Übermüdung und Ablenkung durch Telefon oder Navigation, Verletzung durch ungesicherte Ladung und lose Gegenstände im Fahrgastraum
  • Aktenregale, Rollregalanlagen und Schränke im Archivmechanisch: Umkippen nicht verankerter Regale und Schränke bei einseitiger Beladung oder gleichzeitigem Öffnen mehrerer Auszüge, Quetschen zwischen Fahrregalen, Herabfallen von Ordnern aus oberen Fächern
  • Bürogeräte: Aktenvernichter, Schneidemaschinen und Heftgerätemechanisch: Schnitt- und Quetschverletzungen an Schneidwerken und Hebelschneidern, Einzug von Krawatten, langen Haaren und Ärmeln in Aktenvernichter, Stichverletzungen an Heft- und Bindegeräten
Einzelhandel21 Tätigkeiten

Einzelhandel

  • Warenannahme: Entladen von Lkw mit Rollcontainern und Hubwagenmechanisch: Überrollen der Füße durch Hubwagen und Rollcontainer, Quetschen zwischen Deichsel, Container und Türzarge, Wegrollen beladener Rollcontainer auf Rampen und Gefällestrecken, Absturz an der Ladekante
  • Einräumen und Verräumen von Ware in Regalephysische Belastung: Rücken- und Schulterbelastung durch Heben aus Bodennähe, Überkopfarbeit beim Bestücken oberer Fächer, wiederholtes Verdrehen des Rumpfes zwischen Rollcontainer und Regal, Quetschungen an Fingern
  • Arbeiten auf Tritten und Leitern im Verkaufsraum und LagerAbsturz: Absturz vom Tritt oder von der Stufenleiter beim Bestücken oberer Regalebenen, Umkippen der Aufstiegshilfe durch seitliches Hinauslehnen, Anstoßen durch Kunden und Rollcontainer
  • Regalsicherheit, Anfahrschutz und Kippgefahrmechanisch: Umkippen oder Teilversagen von Verkaufs- und Lagerregalen durch fehlende Wandverankerung, Anfahrschäden, Überlastung, ausgehängte Traversen und einseitige Beladung
  • Kassenarbeitsplatz: Körperhaltung und einseitige Belastungphysische Belastung: Nacken-, Schulter- und Handgelenkbeschwerden durch Zwangshaltung, Verdrehen des Rumpfes beim Scannen und ständiges Heben von Waren über den Kassentisch; Belastung der Beine bei Dauerstehen
  • Bargeldhandling und Überfallrisiko an Kasse und Tresorpsychische Belastung: Bedrohung mit Waffen, körperliche Gewalt und schwere psychische Folgen eines Überfalls, insbesondere bei hohen Kassenbeständen, Geldtransporten innerhalb des Objekts und bei Kassenabschluss nach Ladenschluss
  • Psychische Belastung durch Kundenkontakt, Beschwerden und Aggressionpsychische Belastung: Beleidigungen, Bedrohungen und Übergriffe an Kasse, Service- und Reklamationstheke, dauerhafte Anspannung durch Warteschlangen, Zeitdruck und ständige Freundlichkeitsanforderung
  • Ladendiebstahl: Ansprache und Anhalten von Verdächtigenpsychische Belastung: Körperliche Gegenwehr, Schnitt- und Stichverletzungen sowie Bedrohung beim Ansprechen und Festhalten von Personen; erhebliche Nachwirkungen bei Fluchtsituationen und Gruppen
  • Betrieb von Ballenpressen und Verpackungspressenmechanisch: Quetschen und Abscheren von Händen und Armen im Pressraum beim Nachschieben von Material, Einzug beim Beseitigen von Verstopfungen, Umkippen ausgeworfener Ballen, unbefugte Bedienung durch eingewiesene Aushilfen
  • Umgang mit Cuttermessern und Kartonöffnernmechanisch: Schnittverletzungen an Hand, Unterarm und Oberschenkel beim Öffnen von Kartons und Folienverpackungen, Abrutschen der Klinge, Verletzungen durch abgebrochene Klingenteile und offen abgelegte Messer
  • Reinigungsmittel, Feuchtarbeit und HautschutzGefahrstoffe: Verätzungen und Reizungen von Haut, Augen und Atemwegen durch saure und alkalische Reiniger, gefährliche Gasbildung beim Mischen chlorhaltiger mit sauren Produkten, Abnutzungsekzeme durch Feuchtarbeit und Handschuhtragen
  • Rutschgefahr durch nasse und verunreinigte BödenArbeitsumgebung: Ausrutschen und Stürze auf feuchten Böden nach der Reinigung, im Eingangsbereich bei Regen und Schnee, an Obst-, Gemüse- und Kühlregalen sowie an ausgelaufenen Flüssigkeiten
  • Arbeiten in Kühl- und TiefkühlbereichenArbeitsumgebung: Auskühlung, Erkältungen und Muskelverspannungen durch Kälte und Zugluft, Einschließen im begehbaren Kühlraum, Ausrutschen auf Reifbelag, unbemerkter Notfall bei Alleinarbeit
  • Brandschutz sowie Flucht- und Rettungswege im VerkaufsraumBrand-Explosion: Rauchgasvergiftung und Brandverletzungen, verzögerte Räumung durch mit Aktionsware zugestellte Fluchtwege und Notausgänge, hohe Brandlast durch Verpackungsmaterial und Kartonagen
  • Elektrische Betriebsmittel, Kabel und Aktionsbeleuchtung im Kundenbereichelektrisch: Stromschlag durch beschädigte Leitungen an Kühlmöbeln, Waagen und Aktionsdisplays, Stolpern von Beschäftigten und Kunden über verlegte Anschlussleitungen, Brandentstehung durch überlastete Steckdosenleisten
  • Verkehrswege, Beleuchtung und Ordnung im Lager- und SozialbereichArbeitsumgebung: Stolpern und Anstoßen in engen, zugestellten Gängen, Zusammenstoß mit Rollcontainern an unübersichtlichen Ecken, Fehlgriffe und Stürze bei unzureichender Beleuchtung
  • Erste Hilfe und Notfallorganisation in der VerkaufsstelleArbeitsumgebung: Verzögerte Hilfeleistung bei Schnittverletzung, Sturz oder Kreislaufnotfall von Beschäftigten und Kunden, unklare Meldewege bei wechselnden Schichtbesetzungen
  • Alleinarbeit beim Öffnen und Schließen der Verkaufsstellepsychische Belastung: Unbemerkter Notfall ohne Rettungskette in Randzeiten, erhöhtes Überfallrisiko beim Aufschließen und beim Verlassen des Objekts in der Dunkelheit, Anspannung durch fehlende Rückendeckung
  • Beschäftigung von Jugendlichen, Aushilfen und PraktikantenArbeitsumgebung: Erhöhte Unfallgefahr durch fehlende Erfahrung und Ortskenntnis, Überforderung durch körperlich schwere oder gefährliche Arbeiten, Einsatz an Maschinen ohne ausreichende Einweisung
  • Lieferverkehr und Rangieren an der Warenannahmemechanisch: Anfahren und Überrollen von Personen beim Rückwärtsrangieren der Lieferfahrzeuge, Quetschen zwischen Fahrzeug und Rampe, Wegrollen nicht gesicherter Fahrzeuge während der Entladung
  • Aufschnitt-, Brot- und Gemüseschneidemaschinen an der Bedienthekemechanisch: Schnitt- und Amputationsverletzungen an rotierenden Kreismessern beim Schneiden von Reststücken sowie beim Reinigen und Nachstellen der Maschine im eingeschalteten Zustand
Hoch- & Tiefbau21 Tätigkeiten

Hoch- & Tiefbau

  • Erdarbeiten: Herstellen von Baugruben und Gräbenmechanisch: Verschütten durch abrutschende Erdmassen und einstürzende Grabenwände, Absturz in die Baugrube, Nachrutschen des Bodens nach Regen, Frost und durch Erschütterung aus dem Baustellenverkehr
  • Leitungserkundung und Leitungssuche vor Beginn der Grabarbeitenelektrisch: Stromschlag und Störlichtbogen beim Anbaggern erdverlegter Kabel, Gasaustritt und Explosionsgefahr bei beschädigten Versorgungsleitungen, Austritt von Wasser und Abwasser
  • Arbeiten im Graben (Rohrverlegung, Anschlussarbeiten, Verfüllen)mechanisch: Verschütten durch nachrutschende Grabenwände, Sturz und Absturz beim Ein- und Aussteigen, herabfallendes Material und Werkzeug von der Grabenkante, Quetschen beim Absenken von Rohren
  • Betrieb von Erdbaumaschinen (Bagger, Radlader, Dumper)mechanisch: Erfasst-, Gequetscht- und Überrolltwerden im Fahr- und Schwenkbereich, Quetschen zwischen Heck und Hindernis, Kippen der Maschine an Böschungen und auf weichem Untergrund
  • Einweisen von Fahrzeugen und Rückwärtsfahren auf der Baustellemechanisch: Anfahren und Überrollen des Einweisers oder Dritter im nicht einsehbaren Rückraum, Missverständnisse bei der Zeichengebung, Quetschen zwischen Fahrzeug und Bauteil
  • Kranarbeiten und Anschlagen von Lastenmechanisch: Herabfallende und pendelnde Lasten, Versagen von Anschlagmitteln durch Überlastung oder Beschädigung, Quetschen zwischen Last und Bauteil, Umsturz des Krans bei unzureichender Standsicherheit
  • Schalungsarbeiten (Auf- und Abbau von Wand- und Deckenschalung)Absturz: Absturz von Schalungsbühnen und Deckenrändern, Umkippen frei stehender Schalungselemente durch Wind, Quetschen beim Versetzen mit dem Kran, Verletzungen durch herabfallende Schalungsteile
  • Bewehrungsarbeiten (Verlegen, Binden und Schneiden von Betonstahl)mechanisch: Aufspießen auf herausragende Bewehrungsanschlüsse bei Sturz, Stolpern über verlegte Matten und Eisen, Stich- und Schnittverletzungen an Drahtenden, Handverletzungen beim Biegen und Schneiden
  • Betonieren mit Fahrmischer und Autobetonpumpemechanisch: Umschlagender Endschlauch und peitschende Förderleitung beim Lösen von Verstopfern, Umsturz der Pumpe bei unzureichender Abstützung, Getroffenwerden vom Verteilermast, Verspritzen von Frischbeton
  • Umgang mit Frischbeton, Zement und MörtelGefahrstoffe: Verätzungen und Zementekzem durch stark alkalischen Frischbeton bei Haut- und Kniekontakt, Augenschädigung durch Spritzer, allergisches Kontaktekzem durch Chromat im Zement
  • Benutzung von Arbeits- und SchutzgerüstenAbsturz: Absturz durch fehlenden oder entfernten Seitenschutz, unvollständige Beläge und fehlende Aufstiege, Umsturz nicht verankerter Gerüste, Überlastung der Gerüstlage durch Materiallagerung
  • Öffnungen und Aussparungen in Decken und WändenAbsturz: Durchsturz durch nicht gesicherte Deckenöffnungen, Schächte und Aussparungen, Absturz an Wandöffnungen, Herabfallen von Material in darunterliegende Geschosse
  • Arbeiten im Grenzbereich zum Straßenverkehrmechanisch: Anfahren durch den fließenden Verkehr, zu geringe Abstände zur Fahrbahn, schlechte Erkennbarkeit bei Dunkelheit, Nässe und Blendung, Einengung des Arbeitsraums
  • Quarzstaub bei Abbruch-, Trenn-, Schleif- und Bohrarbeitenphysikalisch (Staub): Einatmen von alveolengängigem Quarzfeinstaub beim Trennen, Schleifen, Stemmen und Bohren in Beton, Mauerwerk und Estrich mit der Gefahr von Silikose und Lungenkrebs
  • Lärm durch Baumaschinen und handgeführte Gerätephysikalisch (Lärm): Gehörschädigung durch Abbruchhämmer, Trennschleifer, Rüttler und Kompressoren, erschwerte Wahrnehmung von Warnsignalen und Zurufen auf der Baustelle
  • Hand-Arm-Vibration durch Aufbruchhammer, Stampfer und Rüttelplattephysikalisch (Vibration): Durchblutungs-, Nerven- und Knochenschäden an Händen und Armen durch dauerhaften Betrieb vibrierender Geräte, Verstärkung der Schädigung durch Kälte und festen Griff
  • Baustromversorgung und elektrische Betriebsmittelelektrisch: Elektrischer Schlag durch beschädigte Leitungen, Stecker und Geräte, Feuchtigkeit und mechanische Beschädigung von Kabeln, Anschluss an ungeeignete Speisepunkte
  • Heben und Tragen schwerer Bauteile und Baustoffephysische Belastung: Überlastung von Wirbelsäule und Gelenken durch schweres Heben, Tragen in Zwangshaltung und häufiges Bücken, Quetschungen an Händen und Füßen beim Absetzen
  • Witterungseinflüsse (Hitze, UV-Strahlung, Kälte, Nässe)Arbeitsumgebung: Hitzeerschöpfung und Sonnenstich, Hautkrebsrisiko durch natürliche UV-Strahlung, Auskühlung und Erfrierungen im Winter, Ausrutschen auf nassen und vereisten Flächen
  • Zusammenarbeit mehrerer Gewerke auf der Baustellemechanisch: Gegenseitige Gefährdung durch übereinander liegende Arbeitsbereiche, herabfallende Gegenstände, kreuzende Transporte und eigenmächtig veränderte Absperrungen und Sicherungen
  • Erste Hilfe und Rettung auf der BaustelleArbeitsumgebung: Verzögerte Rettung durch unklare Zufahrt und fehlende Ortsangaben, fehlende Ersthelfer und unvollständiges Erste-Hilfe-Material auf wechselnden Einsatzstellen
Kommunalbetriebe & Bauhof22 Tätigkeiten

Kommunalbetriebe & Bauhof

  • Arbeiten im öffentlichen Verkehrsraum (Fahrbahn, Gehweg, Kreuzungen)mechanisch: Anfahren durch den fließenden Verkehr, Einengung der Arbeitsstelle, schlechte Erkennbarkeit bei Dämmerung, Nässe und Blendung
  • Winterdienst mit Streufahrzeug und von HandArbeitsumgebung: Stürze auf Glatteis, Anfahren bei Dunkelheit, Absturz beim Auf- und Absteigen am Streufahrzeug, Übermüdung bei Nacht- und Bereitschaftseinsätzen
  • Grünpflege mit Freischneider und Rasenmähermechanisch: Schnittverletzungen am Schneidwerkzeug, weggeschleuderte Steine und Fremdkörper, Gefährdung von Passanten, Kippen von Aufsitzmähern am Hang
  • Baumpflege und Fällarbeiten mit der Motorkettensägemechanisch: Schnittverletzungen durch Rückschlag der Motorsäge, herabfallende Äste und Kronenteile, unkontrolliertes Fallen des Baumes, Absturz aus der Krone
  • Betrieb des Häckslersmechanisch: Einzug von Händen, Armen und Kleidung in das Einzugswerk, Rückschlagen langer Äste, Erfassen beim Nachschieben von Schnittgut
  • Arbeiten mit dem Laubbläserphysikalisch (Lärm): Gehörgefährdender Lärm, Aufwirbeln von Staub, Kot und Sporen, Hand-Arm-Vibration und Abgase bei Rückentragegeräten
  • Abfallsammlung und Umgang mit Sammelbehälternphysische Belastung: Hohe Zug- und Schiebekräfte an schweren Behältern, Quetschen an der Schüttung, Sturz beim Auf- und Abspringen vom Fahrzeug
  • Sperrmüll und unbekannte Abfällemechanisch: Stich- und Schnittverletzungen durch Spritzen, Glasscherben und Metallteile, Kontakt mit unbekannten Chemikalien und Infektionsgefahr
  • Kanal- und SchachtarbeitenGefahrstoffe: Sauerstoffmangel und gefährliche Gase in Schächten und Kanälen, Absturz beim Einsteigen, Ertrinken bei plötzlichem Wasseranfall
  • Wartung und Reparatur von Spielplatzgerätenmechanisch: Absturz bei Arbeiten an hohen Spielgeräten, Schnitt- und Quetschverletzungen an defekten Bauteilen, Gefährdung spielender Kinder im Arbeitsbereich
  • Reinigung öffentlicher Flächen und ToilettenanlagenGefahrstoffe: Verätzungen und Hautbelastung durch Reinigungschemikalien, Hauterkrankungen durch Feuchtarbeit, Infektionsgefahr durch Fäkalien und kontaminierte Oberflächen
  • Fahren von Lkw und Kommunalfahrzeugenmechanisch: Unfälle im Straßenverkehr, Anfahren von Personen beim Rückwärtsfahren und Abbiegen, Kippgefahr bei angehobenen Aufbauten
  • Wechseln von Anbaugeräten (Streuer, Schneepflug, Mähwerk)mechanisch: Quetschen und Einklemmen beim An- und Abbau, Absinken angehobener Anbaugeräte, Austritt von Druckflüssigkeit an Hydraulikkupplungen
  • Betrieb von Kleinbagger und Radladermechanisch: Umsturz und Abrutschen der Maschine, Anfahren von Personen im Schwenk- und Fahrbereich, unbeabsichtigte Bewegungen bei Wartung, Absturz des Anbauwerkzeugs
  • Arbeiten mit dem Hochdruckreinigermechanisch: Unterhautverletzungen durch den Hochdruckstrahl, weggeschleuderte Teile, Rückstoß der Spritzeinrichtung, Aerosolbildung
  • Umgang mit Kraftstoffen und BetriebsstoffenBrand-Explosion: Entzündung von Kraftstoffdämpfen beim Umfüllen und Betanken, Verpuffung an heißen Motorteilen, Haut- und Augenkontakt mit Ölen und Kraftstoffen
  • Werkstattarbeiten im Bauhof (Bohren, Schleifen, Instandsetzen)mechanisch: Erfassen und Aufwickeln an rotierenden Werkzeugen, Schnittverletzungen, weggeschleuderte Späne und Bruchstücke von Schleifkörpern
  • Schweiß- und TrennarbeitenGefahrstoffe: Einatmen von Schweißrauchen und Metallstäuben, Verbrennungen und Brandentstehung durch Funkenflug, Blendung und Verblitzen durch UV-Strahlung
  • Zeckenstiche und biologische Gefährdungen im GrünbereichArbeitsumgebung: Infektionsgefahr durch Zeckenstiche (Borreliose, FSME), Reizungen durch Eichenprozessionsspinner und Riesenbärenklau, Kontakt mit Tierkot
  • Hitze, Sonne und UV-Belastung bei Arbeiten im FreienArbeitsumgebung: Hautkrebsgefahr durch natürliche UV-Strahlung (anerkannte Berufskrankheit), Hitzschlag, Sonnenstich und Dehydrierung
  • Alleinarbeit im Außendienstpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall bei Einzeleinsätzen an verteilten Standorten, Bedrohung und Übergriffe durch Dritte im öffentlichen Raum
  • Erste Hilfe bei verteilten EinsatzortenArbeitsumgebung: Verzögerte Rettung an wechselnden Einsatzstellen ohne feste Infrastruktur, unklare Ortsangabe beim Notruf, unbesetzte Ersthelferfunktion in Kleinkolonnen
Lager & Logistik21 Tätigkeiten

Lager & Logistik

  • Betrieb von Gabelstaplern mit Fahrersitz oder Fahrerstandmechanisch: Anfahren und Überfahren von Personen, seitliches Kippen des Staplers, Herabfallen der Last, Quetschen zwischen Stapler und Regal
  • Mitgänger-Flurförderzeuge und Handhubwagenmechanisch: Überrollen der Füße, Quetschen zwischen Deichsel und Hindernis, Wegrollen beladener Hubwagen auf Gefällestrecken
  • Fußgängerverkehr im Bereich von Flurförderzeugenmechanisch: Anfahren von Personen an Kreuzungen, Toren und in unübersichtlichen Regalgassen, Quetschen an Engstellen
  • Regalanlagen: Zustand, Anfahrschutz und zulässige Lastenmechanisch: Einsturz oder Teilversagen von Regalen durch Anfahrschäden, Überlastung, fehlende Verankerung und ausgehängte Traversen
  • Ein- und Auslagern in Höhe (Hochregal, Kommissionierstapler)Absturz: Absturz von angehobener Arbeitsbühne oder Palette, Herabfallen von Ladeeinheiten aus oberen Regalfächern
  • Kommissionieren von Warenphysische Belastung: Muskel-Skelett-Belastung durch Heben und Tragen, Zwangshaltungen bei Boden- und Überkopfentnahme, hohe Wiederholungsrate über die Schicht
  • Be- und Entladen von Lkw, Anhängern und WechselbrückenAbsturz: Absturz von der Ladefläche und von der Ladebordwand, Wegrollen oder unbeabsichtigtes Wegfahren des Fahrzeugs während der Beladung
  • Ladungssicherung auf Fahrzeugenmechanisch: Verrutschen, Umfallen und Herabfallen der Ladung beim Transport und beim Öffnen der Plane, Verletzungen beim Spannen und Lösen von Zurrgurten
  • Arbeiten an Rampen und ÜberladebrückenAbsturz: Absturz von der Rampenkante, Quetschen und Scheren zwischen Überladebrücke und Fahrzeug, Sturz in den Spalt zwischen Rampe und Aufbau
  • Bewegen von Rollcontainern und Paletten von Handphysische Belastung: Hohe Zug- und Schiebekräfte, Quetschen von Händen und Füßen, Umkippen beladener Rollcontainer an Schwellen und auf Gefälle
  • Beschädigte Paletten und instabile Ladeeinheitenmechanisch: Bruch der Palette unter Last, Herabfallen von Packstücken aus dem Regal, Splitter- und Nagelverletzungen beim Handhaben
  • Verpackungsarbeiten, Umreifen und Folienwickelnmechanisch: Schnitt- und Stichverletzungen durch Messer, Peitschen des Umreifungsbandes beim Reißen, Einzug an Wickel- und Verpackungsmaschinen
  • Lagerung von Gefahrstoffen und ZusammenlagerungGefahrstoffe: Gefährliche Reaktionen bei unzulässiger Zusammenlagerung, Auslaufen aus beschädigten Gebinden, Einatmen freigesetzter Dämpfe
  • Brandschutz im Lager, Flucht- und RettungswegeBrand-Explosion: Schnelle Brandausbreitung durch hohe Brandlast aus Karton, Folie und Holz, Verrauchung der Regalgassen, zugestellte Flucht- und Rettungswege
  • Beleuchtung, Bodenzustand und Verkehrswege im LagerArbeitsumgebung: Stolpern, Rutschen und Stürzen durch abgestellte Ware, Bodenschäden, Nässe sowie unzureichende Beleuchtung in Regalgassen
  • Lärm durch Fördertechnik und Warenumschlagphysikalisch (Lärm): Gehörgefährdender Lärm an Förderanlagen, Sortern und Rutschen sowie beim Umschlag von Metall- und Kunststoffgebinden
  • Arbeiten in Kühl- und TiefkühllagernArbeitsumgebung: Auskühlung, Erfrierungen und nachlassende Konzentration bei Kältearbeit, Rutschgefahr durch Reif- und Eisbildung, Einschluss im Kühlraum
  • Alleinarbeit in Randzeiten und Nachtschichtpsychische Belastung: Fehlende Hilfe im Notfall bei Alleinarbeit an Fördertechnik, im Hochregal und im Tiefkühlbereich, zusätzliche Belastung durch Isolation
  • Batterieladestationen und Batteriewechsel an FlurförderzeugenBrand-Explosion: Knallgasbildung beim Laden von Blei-Säure-Batterien, Brand von Lithium-Ionen-Akkus, Verätzungen durch Elektrolyt, Kurzschluss beim Wechsel
  • Erste Hilfe und Notfallorganisation im LagerArbeitsumgebung: Verzögerte Rettung bei Unfällen in Regalgassen, auf Rampen und im Tiefkühlbereich, unbesetzte Ersthelferfunktion in Rand- und Nachtschichten
  • Schichtarbeit, Mengenvorgaben und Zeitdruckpsychische Belastung: Psychische Fehlbeanspruchung und Übermüdung durch Nacht- und Wechselschicht, enge Mengenvorgaben und Saisonspitzen
Photovoltaik & Solarmontage20 Tätigkeiten

Photovoltaik & Solarmontage

  • Modulmontage auf dem SchrägdachAbsturz: Absturz über Traufe und Ortgang, Abrutschen auf der geneigten Dachfläche, Absturz durch fehlenden oder unvollständigen Seitenschutz, Herabfallen von Werkzeug und Modulteilen
  • Arbeiten auf Flachdächern mit Lichtkuppeln und LichtbändernAbsturz: Absturz über die ungesicherte Dachkante, Durchsturz durch nicht durchsturzsichere Lichtkuppeln, Lichtbänder und Altdachflächen, Absturz bei Arbeiten im Randbereich ohne Sicht auf die Kante
  • Einsatz von PSA gegen Absturz mit AnschlagpunktenAbsturz: Absturz bei fehlerhaft angelegtem Auffanggurt oder ungeeignetem Anschlagpunkt, Pendelsturz durch seitliches Anschlagen, Aufprall durch zu geringen Freiraum, Hängetrauma nach dem Auffangen
  • Aufstieg auf das Dach über Leitern und TreppentürmeAbsturz: Absturz beim Übersteigen von der Leiter auf die Dachfläche, Wegrutschen oder Umkippen der Anlegeleiter, Sturz beim Mitführen von Material auf der Leiter
  • Materialtransport auf das Dach mit Schrägaufzug und Kranmechanisch: Herabfallende Module und Profile aus dem Transportgerät, Getroffenwerden im Bereich unter Aufzug oder Last, Absturz beim Übernehmen der Last an der Dachkante, Umsturz des Aufzugs bei fehlender Verankerung
  • Montage der Unterkonstruktion und Dachdurchdringungenmechanisch: Hand- und Fußverletzungen an Profilkanten und Blechen, Quetschen beim Ausrichten schwerer Schienen, Späne und Splitter beim Bohren und Trennen, Zwangshaltung beim knieenden Arbeiten
  • Handhabung und Verlegen der PV-Modulephysische Belastung: Rückenbelastung durch Gewicht und sperrige Abmessungen der Module, Ausgleiten beim Tragen auf der Dachfläche, Entgleiten durch Windangriff, Schnittverletzungen an Rahmenkanten und bei Glasbruch
  • Gleichspannung der Modulstränge auf der DC-Seiteelektrisch: Module und Strangleitungen führen bei Lichteinfall dauerhaft Gleichspannung und lassen sich nicht freischalten; der spannungsfreie Zustand ist bei solarer Einstrahlung nur durch lichtdichtes Abdecken der Module erreichbar; Spannungen kleiner DC 60 V gelten als nicht mehr berührungsgefährlich, die Lichtbogengefahr bleibt aber bestehen (DGUV Information 203-080)
  • Trennen von DC-Verbindungen unter Lastelektrisch: Störlichtbogen beim Ziehen von Steckverbindern oder Öffnen von Verbindungen unter Last, Verbrennungen an Händen und Gesicht, Augenschädigung durch Lichtbogenstrahlung, Brandentstehung an der Anlage
  • Konfektionieren und Stecken von PV-SteckverbindernBrand-Explosion: Erhöhte Übergangswiderstände, Erwärmung und Lichtbogenbildung durch Paaren nicht zugehöriger Steckverbinder verschiedener Hersteller oder durch fehlerhafte Crimpverbindungen, in der Folge Brand der Anlage
  • Arbeiten am Wechselrichter und am Netzanschlusselektrisch: Elektrischer Schlag und Störlichtbogen auf der AC-Seite, Restspannung aus Zwischenkreiskondensatoren nach dem Freischalten, Rückspeisung aus der PV-Anlage in vermeintlich freigeschaltete Anlagenteile
  • Blitzschutz und Potenzialausgleich der PV-Anlageelektrisch: Blitzteilströme und Überspannungen über Modulgestell und Leitungen, gefährliche Berührungsspannungen bei fehlendem oder unterbrochenem Potenzialausgleich, Brandgefahr durch Überschläge
  • Fehlersuche und Instandhaltung an bestehenden Anlagenelektrisch: Unbekannter Anlagenzustand, beschädigte Isolierungen und gealterte Steckverbinder, heiße Bauteile und Hotspots, unklare Schaltzustände bei fehlender Dokumentation, zusätzlich Absturzgefahr beim Zugang zu den Modulen
  • Montage und Inbetriebnahme von Lithium-Ionen-BatteriespeichernBrand-Explosion: Thermisches Durchgehen einzelner Zellen mit Brand und Austritt brennbarer sowie toxischer Gase, Kurzschluss und Lichtbogen bei mechanischer Beschädigung, hohes Gewicht der Speichermodule beim Einbringen
  • Brandgefahr an PV-Anlagen und LöscharbeitenBrand-Explosion: Brandentstehung durch Lichtbögen an fehlerhaften Verbindungen und Hotspots, Gefährdung von Einsatzkräften durch weiterhin spannungsführende DC-Leitungen im Brandfall, unklare Kennzeichnung und fehlende Anlagenpläne
  • Dacharbeiten bei WindArbeitsumgebung: Verlust des Gleichgewichts und Absturz durch Böen, Entgleiten und Wegfliegen von Modulen, Dämmstoffen und Abdeckungen, Gefährdung Dritter durch herabgewehte Teile
  • Hitze und UV-Strahlung auf dem DachArbeitsumgebung: Hitzeerschöpfung und Sonnenstich durch Wärmestau auf dunklen Dachflächen und Modulen, Hautkrebsrisiko durch natürliche UV-Strahlung, Verbrennungen an aufgeheizten Modul- und Blechoberflächen
  • Freiflächenanlagen: Erd-, Ramm- und Fahrarbeitenmechanisch: Erfasstwerden von Rammgerät und Baumaschinen, Getroffenwerden durch pendelnde Profile beim Einfädeln, Verschütten in Kabelgräben, Anfahren auf unbefestigten Fahrwegen, Beschädigung erdverlegter Leitungen
  • Alleinarbeit auf dem Dach und an abgelegenen Anlagenpsychische Belastung: Verzögerte Rettung nach Absturz, Stromunfall oder Kreislaufversagen, weil kein Notruf abgesetzt werden kann, Fehlentscheidungen und Zeitdruck ohne fachliche Rücksprache
  • Rettung von hoch gelegenen ArbeitsplätzenAbsturz: Hängetrauma nach dem Auffangen im Auffanggurt, verzögerte Rettung durch fehlendes Rettungsgerät und unklare Zuständigkeit, Gefährdung der Retter beim improvisierten Zugriff

In sechs Schritten zur Gefährdungsbeurteilung

  1. 1
    Tätigkeiten und Arbeitsbereiche erfassen

    Listen Sie alle wiederkehrenden Tätigkeiten und Arbeitsbereiche im Betrieb auf — Werkstatt, Baustelle, Lager, Fahrzeug. Ergänzen Sie besondere Situationen wie Instandhaltung oder Alleinarbeit.

  2. 2
    Gefährdungen ermitteln

    Bestimmen Sie je Tätigkeit die relevanten Gefährdungsfaktoren — mechanisch, elektrisch, chemisch, biologisch, physikalisch sowie psychisch und organisatorisch.

  3. 3
    Risiko beurteilen

    Bewerten Sie jede Gefährdung nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß. Halten Sie das Ergebnis in einer nachvollziehbaren Klasse fest (zum Beispiel gering, mittel, hoch).

  4. 4
    Maßnahmen nach dem TOP-Prinzip festlegen

    Definieren Sie Schutzmaßnahmen in der Reihenfolge Technisch vor Organisatorisch vor Persönlich (TOP). Persönliche Schutzausrüstung ist die letzte, nicht die erste Wahl.

  5. 5
    Maßnahmen umsetzen und Verantwortliche benennen

    Legen Sie fest, wer bis wann welche Maßnahme umsetzt. Verankern Sie Zuständigkeiten und Fristen schriftlich, damit die Umsetzung überprüfbar bleibt.

  6. 6
    Wirksamkeit prüfen und fortschreiben

    Kontrollieren Sie nach der Umsetzung, ob die Maßnahmen die Gefährdung tatsächlich reduzieren — durch Begehung, Rückmeldung der Beschäftigten oder Messung. Aktualisieren Sie die Gefährdungsbeurteilung bei neuen Tätigkeiten, Arbeitsmitteln oder Arbeitsplätzen sowie nach Unfällen.

Rechtsgrundlagen

RegelungWas sie verlangtFundstelle
§ 5 ArbSchGBeurteilung der Arbeitsbedingungen für jede Tätigkeitgesetze-im-internet.de/arbschg/__5.html
§ 6 ArbSchGDokumentation des Ergebnisses; Erleichterung unter 10 Beschäftigtengesetze-im-internet.de/arbschg/__6.html
§ 3 ArbStättVGefährdungsbeurteilung für Arbeitsstättengesetze-im-internet.de/arbst_ttv_2004/__3.html
§ 3 BetrSichVGefährdungsbeurteilung für Arbeitsmittel, Ermittlung der Prüffristengesetze-im-internet.de/betrsichv_2015/__3.html
§ 6 GefStoffVInformationsermittlung und Gefährdungsbeurteilung bei Gefahrstoffengesetze-im-internet.de/gefstoffv_2010/__6.html
§ 3 DGUV Vorschrift 1Grundpflichten des Unternehmerspublikationen.dguv.de

Häufige Fragen

Ist eine Gefährdungsbeurteilung Pflicht?
Ja. § 5 Arbeitsschutzgesetz verpflichtet jeden Arbeitgeber ab dem ersten Beschäftigten, die Arbeitsbedingungen zu beurteilen und die erforderlichen Maßnahmen zu ermitteln. Ab zehn Beschäftigten muss das Ergebnis nach § 6 ArbSchG dokumentiert werden; darunter ist eine Dokumentation dringend zu empfehlen, weil sie im Schadensfall die Nachweisführung erleichtert.
Wer darf eine Gefährdungsbeurteilung erstellen?
Die Verantwortung liegt beim Arbeitgeber (§ 5 ArbSchG); er kann die Aufgabe nach § 13 ArbSchG auf zuverlässige und fachkundige Personen im Betrieb übertragen. Die fachkundige Beratung durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit und den Betriebsarzt nach dem Arbeitssicherheitsgesetz und der DGUV Vorschrift 2 bleibt davon unberührt und ist zusätzlich einzubinden.
Reicht eine Vorlage als Gefährdungsbeurteilung?
Eine Vorlage oder ein Gewerke-Katalog ist eine Arbeitsgrundlage, keine fertige Beurteilung. § 5 ArbSchG verlangt die Beurteilung der tatsächlichen Tätigkeiten und Arbeitsplätze im eigenen Betrieb. Eigene Arbeitsverfahren, Maschinen, Stoffe und örtliche Gegebenheiten müssen ergänzt, bewertet und mit Maßnahmen versehen werden.
Wie oft muss eine Gefährdungsbeurteilung aktualisiert werden?
Das Arbeitsschutzgesetz nennt keine feste Frist. § 3 ArbSchG verlangt, die Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen und bei geänderten Verhältnissen anzupassen — also anlassbezogen: bei neuen Tätigkeiten, Arbeitsmitteln, Stoffen oder Arbeitsplätzen, nach Unfällen und Beinaheunfällen sowie bei geänderten Rechtsvorschriften.