Arbeitsschutz-Paket Bauhof und Kommunalbetriebe: GBU, Unterweisungen, Betriebsanweisungen

Meisterdok-Redaktion · Zuletzt aktualisiert am

Das Arbeitsschutz-Paket Bauhof und Kommunalbetriebe stellt die Dokumentation für einen kommunalen Betriebshof bereit: 42 beurteilte Tätigkeiten, zwölf Unterweisungs-Dateien und neun Betriebsanweisungen. Der Katalog bildet die Bandbreite dieser Betriebe ab, in denen dieselbe Kolonne im Jahresverlauf Grünpflege, Straßenunterhalt im fließenden Verkehr, Winterdienst, Friedhofsarbeiten und Werkstatttätigkeiten übernimmt — mit entsprechend wechselnden Gefährdungen.

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Kommunalmitarbeiter rüstet auf dem Bauhof einen Kipperfahrzeug für den Einsatz

Typische Gefährdungen und Rechtsgrundlagen in Kommunalbetrieb und Bauhof

Ein Bauhof deckt viele Tätigkeiten in einer Organisation ab: Grünpflege, Straßenunterhalt, Winterdienst, Werkstatt und Lager. Der GBU-Katalog dieser Edition ist daher nach Einsatzbereichen gegliedert, damit sich jede Kolonne in der Beurteilung wiederfindet.

Ein wiederkehrender Punkt ist die Arbeit im öffentlichen Verkehrsraum. Sie verlangt eine Festlegung zur Absicherung, die nicht aus einer Vorlage kommen kann, sondern je Einsatzstelle getroffen wird.

Typische GefährdungRechtsgrundlage / RegelwerkDokument im Paket
Arbeiten im öffentlichen Verkehrsraum§ 5 ArbSchG, DGUV Vorschrift 38GBU-Katalog (Excel)
Motorgeräte in Grünpflege und BaumarbeitenDGUV Information 214-059GBU-Katalog (Excel), Unterweisungsnachweis (Word + PDF)
Winterdienst mit Streustoffen und Nachtarbeit§ 5 ArbSchG, DGUV Vorschrift 1GBU-Katalog (Excel), Jahres-Unterweisungsplaner (Excel)
Lärm und Vibration von Handgeräten und RüttelplattenLärmVibrationsArbSchVPSA-Kurzunterweisung (Word), GBU-Katalog (Excel)
Lagerung von Kraftstoffen und Gefahrstoffen im BauhofTRGS 510Themen-Unterweisung Gefahrstoffe (Word), Betriebsanweisung Dieselkraftstoff (Word + PDF)
Flurförderzeuge und Ladearbeiten am LagerplatzDGUV Vorschrift 68Betriebsanweisung Gabelstapler (Word + PDF)

Arbeitsbereiche im Katalog

  • Grünpflege mit Freischneider und Motorsense
  • Baum- und Gehölzpflege mit der Motorkettensäge
  • Straßenunterhalt im fließenden Verkehr
  • Winterdienst
  • Abfallsammlung und Wertstoffhof
  • Bauhofwerkstatt
  • Fahrzeuge und Anbaugeräte
  • Kanal- und Schachtarbeiten
  • Baumaschinen (Radlader, Bagger, Kehrmaschine)
  • Friedhof und Bestattungswesen
  • Spielplatzkontrolle und -unterhalt
  • Lagerung von Betriebsstoffen

Das ist enthalten

GBU-Katalog Kommunalbetriebe und Bauhof (Excel)

Der Excel-Katalog umfasst 42 Zeilen mit Tätigkeit, Gefährdung, Maßnahme und den Bewertungsspalten. Er ist nach Einsatzarten gegliedert statt nach Räumen, weil Bauhofpersonal überwiegend außerhalb des Hofs arbeitet; saisonale Tätigkeiten wie Winterdienst und Mäharbeiten stehen als eigene Blöcke.

12 Unterweisungs-Dateien

  • Erstunterweisung-Checkliste (Word)
  • Unterweisungsnachweis / Teilnahmeliste (Word + PDF)
  • Jahres-Unterweisungsplaner (Excel)
  • PSA-Kurzunterweisung (Word)
  • Unterweisung Leitern & Tritte (Word)
  • Unterweisung Fahrgerüst (Word)
  • Unterweisung Erste Hilfe (Word)
  • Unterweisung Baustelle & Verkehrswege (Word)
  • Unterweisung neue Mitarbeiter (Word)
  • Themen-Unterweisung Gefahrstoffe (Word)
  • Merkblatt Meldepflichten & Unfall (PDF)
  • Unterweisungs-Übersichtsbogen je Mitarbeiter (Excel)

9 Betriebsanweisungen (je Word + PDF)

  • Ottokraftstoff
  • Dieselkraftstoff
  • Altöl
  • Hochdruckreiniger
  • Winkelschleifer
  • Bohrmaschine und Akkuschrauber
  • Leitern und Tritte
  • Anschlagmittel
  • Zement und Frischbeton

56 Dateien insgesamt. Alle Dateien sind bearbeitbar und sofort einsetzbar.

Branchen-Edition

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Für wen die Edition gedacht ist

Für Bauhöfe von Gemeinden und Verbandsgemeinden, kommunale Eigenbetriebe, Wasser- und Abwasserzweckverbände sowie private Dienstleister, die Grünpflege, Winterdienst oder Straßenunterhalt im Auftrag von Kommunen übernehmen. Der Zuschnitt zielt auf Betriebe mit 1 bis etwa 20 gewerblichen Beschäftigten.

Passende Schutzausrüstung

Welche Ausrüstung die Vorschriften verlangen und worauf Sie bei der Auswahl achten — verbindlich ist Ihre Gefährdungsbeurteilung.

So setzen Bauhöfe und Kommunalbetriebe die Unterlagen ein

Gliedern Sie die Unterlage nach Kolonnen: Grünpflege, Straßenunterhalt, Werkstatt, Lager, Winterdienst. Jede Kolonne erhält ihre Zeilen und ihre Unterweisungstermine, damit niemand Themen abzeichnet, die ihn nicht betreffen.

Regeln Sie die Absicherung im Verkehrsraum je Einsatzart. Kurzzeiteinsatz an der Bordsteinkante, Halbseitensperrung, Arbeiten im Kreuzungsbereich — für jede Lage gilt eine andere Absicherung, und die Entscheidung trifft eine benannte Person vor Ort.

Führen Sie zuletzt eine Geräteliste mit Prüfterminen. Bauhöfe halten viele Geräte mit unterschiedlicher Nutzungsdauer; ohne Liste fällt die jährliche Prüfung einzelner Maschinen regelmäßig durchs Raster.

Rechtsgrundlagen und Quellen

Die Unterlagen dieser Edition stützen sich auf die folgenden Regelungen. Amtliche Fassungen unter gesetze-im-internet.de, Vorschriften und Regeln der Unfallversicherungsträger unter publikationen.dguv.de. Technische Regeln (TRGS, TRBS, TRBA, ASR) werden von der BAuA veröffentlicht.

RegelungWas sie verlangtFundstelle
§ 5 ArbSchGGefährdungen der Tätigkeiten ermitteln und beurteilen.gesetze-im-internet.de/arbschg/__5.html
§ 12 ArbSchGUnterweisung vor Aufnahme der Tätigkeit und danach in angemessenen Zeitabständen.gesetze-im-internet.de/arbschg/__12.html
TRGS 510Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern.Technische Regeln für Gefahrstoffe (BAuA)
LärmVibrationsArbSchVLärm- und Vibrationsexposition beurteilen, Gehörschutz ab den Auslösewerten.gesetze-im-internet.de/l_rmvibrationsarbschv
DGUV Vorschrift 38Sicherheitsanforderungen bei Bauarbeiten.publikationen.dguv.de
DGUV Vorschrift 68Flurförderzeuge: schriftliche Beauftragung und Befähigung der Fahrer.publikationen.dguv.de
DGUV Information 214-059Sicherheit bei Baumarbeiten, Umgang mit der Motorsäge.publikationen.dguv.de
DGUV Vorschrift 1Grundsätze der Prävention: Unterweisung mindestens jährlich, Dokumentation.publikationen.dguv.de
PSA-BenutzungsverordnungPersönliche Schutzausrüstung bereitstellen und deren Benutzung unterweisen.gesetze-im-internet.de/psa-bv

Häufige Fragen

Wie wird der Winterdienst in der Beurteilung geführt?

Als eigener Einsatzbereich mit Nachtarbeit, Glätte, Streustoffen und Alleinfahrten. Damit lassen sich die Maßnahmen saisonal aktivieren, ohne die übrigen Zeilen anzufassen.

Wer darf im Bauhof den Stapler oder Radlader fahren?

Wer beauftragt, befähigt und geeignet ist. Die DGUV Vorschrift 68 verlangt eine schriftliche Beauftragung; das Muster dafür halten Sie zusammen mit dem Unterweisungsnachweis vor.

Deckt die Edition Tätigkeiten mehrerer Kolonnen gleichzeitig ab?

Ja, über die Gliederung nach Einsatzbereichen. Jede Kolonne bekommt ihre Zeilen; der Jahres-Unterweisungsplaner hält die Termine je Bereich auseinander.

Ist der Winterdienst gesondert erfasst?

Ja. Winterdienst steht als eigener Block mit Zeilen zu Nachtarbeit, Streugutverladung, Arbeiten im fließenden Verkehr und Rufbereitschaft. Die Maßnahmenspalte nennt unter anderem Warnkleidung, Fahrzeugkennzeichnung und Regelungen zur Ruhezeit.

Passt die Edition auch für einen Zweckverband ohne eigene Werkstatt?

Ja. Nicht zutreffende Zeilen lassen sich löschen oder als "nicht zutreffend" kennzeichnen; die Struktur des Katalogs bleibt dabei erhalten. Umgekehrt lassen sich Tätigkeiten wie Klärwerksbetrieb als eigene Zeilen ergänzen.

Welche Nachweise sind bei einer Begehung vorzulegen?

Üblicherweise die Gefährdungsbeurteilung samt Maßnahmen, die Unterweisungsnachweise mit Datum und Unterschrift sowie die Betriebsanweisungen zu Gefahrstoffen und Maschinen. § 6 ArbSchG verlangt Unterlagen zu Ergebnis, Maßnahmen und Überprüfung; die Edition liefert für jeden dieser drei Punkte eine Vorlage.

Wie halten wir die Unterlagen aktuell?

Über den mitgelieferten Jahresplaner: Er sieht feste Termine für die Wiederholungsunterweisung und für den Abgleich der Beurteilung vor. § 3 Abs. 1 ArbSchG fordert die Überprüfung der Maßnahmen auf Wirksamkeit und die Anpassung an geänderte Gegebenheiten, etwa bei einem neuen Anbaugerät.