Arbeitsschutz-Paket Lager und Logistik: GBU-Katalog, Unterweisungen und Betriebsanweisungen

Meisterdok-Redaktion · Zuletzt aktualisiert am

Das Arbeitsschutz-Paket Lager und Logistik bündelt die Unterlagen, mit denen ein Lager-, Umschlag- oder Versandbetrieb seine Arbeitsschutz-Dokumentation führt: einen Gefährdungskatalog mit 42 Zeilen, zwölf Unterweisungs-Dateien und acht Betriebsanweisungen. Inhaltlich richtet sich das Paket an den innerbetrieblichen Transport — Flurförderzeuge, Regalanlagen, Kommissionierung, Laderampe und Ladungssicherung — also an die Bereiche, in denen im Lager die meisten meldepflichtigen Unfälle entstehen.

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Staplerfahrer transportiert eine Palette in einem Lager mit markierten Fahrwegen

Typische Gefährdungen und Rechtsgrundlagen in Lager und Logistik

Im Lager entstehen die meisten Unfälle an den Schnittstellen: dort, wo Flurförderzeuge, Fußgänger und Ladetätigkeit aufeinandertreffen. Der GBU-Katalog dieser Edition beurteilt deshalb Verkehrswege und Ladezonen als eigene Bereiche.

Der zweite Block betrifft die Einrichtung: Regale sind prüfpflichtige Arbeitsmittel, und Gefahrstofflagerung folgt eigenen Regeln. Beides ist im Katalog mit Prüf- und Festlegungsfeldern angelegt.

Verkehrswege, Regale und Ladezonen im Detail behandelt der Ratgeber Gefährdungsbeurteilung für Lager und Logistik.

Typische GefährdungRechtsgrundlage / RegelwerkDokument im Paket
Innerbetrieblicher Verkehr mit FlurförderzeugenDGUV Vorschrift 68Betriebsanweisung Gabelstapler (Word + PDF)
Verkehrswege, Fluchtwege und KennzeichnungArbStättV, ASR A2.3GBU-Katalog (Excel), Unterweisungsnachweis (Word + PDF)
Prüfung von Regalanlagen und Arbeitsmitteln§ 14 BetrSichV, TRBS 1203GBU-Katalog (Excel)
Lagerung von GefahrstoffenTRGS 510Themen-Unterweisung Gefahrstoffe (Word), GBU-Katalog (Excel)
Heben, Tragen und Kommissionieren§ 5 ArbSchG, DGUV Vorschrift 1GBU-Katalog (Excel), PSA-Kurzunterweisung (Word)
Rutschgefahr an Böden und LaderampenASR A1.5GBU-Katalog (Excel)

Arbeitsbereiche im Katalog

  • Betrieb von Flurförderzeugen
  • Ladestation für Batterien
  • Regallager
  • Kommissionierung
  • Verladung und Laderampe
  • Ladungssicherung
  • Innerbetrieblicher Verkehr
  • Hochregallager und Schmalgang
  • Kühl- und Tiefkühllager
  • Gefahrstofflager
  • Handhubwagen und Elektrohubwagen
  • Krane und Anschlagmittel

Das ist enthalten

GBU-Katalog Lager und Logistik (Excel)

Der Excel-Katalog listet 42 Lagertätigkeiten mit zugehöriger Gefährdung, Maßnahmenvorschlag und den Bewertungsspalten Wahrscheinlichkeit, Schadensausmaß, Risikoklasse und Restrisiko. Er ist nach Zonen sortiert — Wareneingang, Regalgasse, Kommissionierung, Rampe, Hof —, sodass sich einzelne Hallenbereiche getrennt beurteilen lassen.

12 Unterweisungs-Dateien

  • Erstunterweisung-Checkliste (Word)
  • Unterweisungsnachweis / Teilnahmeliste (Word + PDF)
  • Jahres-Unterweisungsplaner (Excel)
  • PSA-Kurzunterweisung (Word)
  • Unterweisung Leitern & Tritte (Word)
  • Unterweisung Fahrgerüst (Word)
  • Unterweisung Erste Hilfe (Word)
  • Unterweisung Baustelle & Verkehrswege (Word)
  • Unterweisung neue Mitarbeiter (Word)
  • Themen-Unterweisung Gefahrstoffe (Word)
  • Merkblatt Meldepflichten & Unfall (PDF)
  • Unterweisungs-Übersichtsbogen je Mitarbeiter (Excel)

8 Betriebsanweisungen (je Word + PDF)

  • Gabelstapler
  • Anschlagmittel
  • Leitern und Tritte
  • Dieselkraftstoff
  • Altöl
  • Hochdruckreiniger
  • Bohrmaschine und Akkuschrauber
  • Alkalische Reiniger

54 Dateien insgesamt. Alle Dateien sind bearbeitbar und sofort einsetzbar.

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Für wen die Edition gedacht ist

Passend für Lagerbetriebe, Speditionen, Kontraktlogistiker, Versandabteilungen im Handel und Handwerksbetriebe mit eigenem Materiallager, jeweils mit 1 bis etwa 20 Beschäftigten. Besonders relevant, wenn Flurförderzeuge im Einsatz sind und die schriftliche Beauftragung von Staplerfahrern nachgewiesen werden muss.

Passende Schutzausrüstung

Welche Ausrüstung die Vorschriften verlangen und worauf Sie bei der Auswahl achten — verbindlich ist Ihre Gefährdungsbeurteilung.

So setzen Lager- und Logistikbereiche die Unterlagen ein

Zeichnen Sie zuerst die Wege auf: Wo fahren Flurförderzeuge, wo gehen Menschen, wo kreuzt sich beides. Aus dieser Skizze ergeben sich Markierung, Spiegel und Zeitfenster als Maßnahmen.

Nehmen Sie danach die Regalanlagen auf. Regalfeld, Traglastangabe, letzte Prüfung, Anfahrschäden — diese vier Angaben je Anlage genügen, um die Prüfpflicht nachvollziehbar zu führen.

Klären Sie zuletzt die Ladezone. Rangieren, Rampenbetrieb und Anlieferung durch Fremdfahrer sind die kritischen Punkte; halten Sie fest, wie Fremdfahrer eingewiesen werden und wo sie sich aufhalten dürfen.

Rechtsgrundlagen und Quellen

Die Unterlagen dieser Edition stützen sich auf die folgenden Regelungen. Amtliche Fassungen unter gesetze-im-internet.de, Vorschriften und Regeln der Unfallversicherungsträger unter publikationen.dguv.de. Technische Regeln (TRGS, TRBS, TRBA, ASR) werden von der BAuA veröffentlicht.

RegelungWas sie verlangtFundstelle
§ 5 ArbSchGGefährdungen der Tätigkeiten ermitteln und beurteilen.gesetze-im-internet.de/arbschg/__5.html
ArbStättVAnforderungen an Arbeitsstätten, Verkehrswege und Fluchtwege.gesetze-im-internet.de/arbst_ttv_2004
ASR A2.3Fluchtwege, Notausgänge sowie Flucht- und Rettungsplan.Technische Regeln für Arbeitsstätten (BAuA)
ASR A1.5Fußböden: Rutschgefahr, Reinigung und Instandhaltung.Technische Regeln für Arbeitsstätten (BAuA)
TRGS 510Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern.Technische Regeln für Gefahrstoffe (BAuA)
§ 14 BetrSichVPrüfung von Arbeitsmitteln durch befähigte Personen, Aufzeichnung der Ergebnisse.gesetze-im-internet.de/betrsichv_2015/__14.html
TRBS 1203Anforderungen an befähigte Personen für Prüfungen von Arbeitsmitteln.Technische Regeln für Betriebssicherheit (BAuA)
DGUV Vorschrift 68Flurförderzeuge: schriftliche Beauftragung und Befähigung der Fahrer.publikationen.dguv.de
DGUV Vorschrift 1Grundsätze der Prävention: Unterweisung mindestens jährlich, Dokumentation.publikationen.dguv.de

Häufige Fragen

Wie oft sind Regalanlagen zu prüfen?

§ 14 BetrSichV verlangt eine Prüfung durch eine befähigte Person; Art und Frist legt der Betrieb fest, in der Praxis wird jährlich geprüft und zusätzlich nach Anfahrschäden. Die Festlegung tragen Sie in den Katalog ein.

Was gehört in die Beauftragung eines Staplerfahrers?

Name, Fahrzeugart, Einsatzbereich und Datum, dazu der Nachweis der Befähigung. Ohne schriftliche Beauftragung fehlt bei einer Kontrolle das zentrale Dokument.

Wie werden Fußgänger und Fahrzeuge im Lager getrennt?

Über Wegeführung, Markierung und Zeitfenster. Die Beurteilung hält die gewählte Lösung fest; die Unterweisung zu Verkehrswegen macht sie den Beschäftigten bekannt.

Enthält die Edition eine Unterweisung für Staplerfahrer?

Die Edition enthält die allgemeine Unterweisungsstruktur samt Nachweisbogen und Jahresplaner. Die ausführliche Themen-Unterweisung Gabelstapler mit Fahrerbeauftragung ist als eigene Vorlage für 19 € erhältlich und lässt sich in den Jahresplaner der Edition eintragen.

Sind Regalprüfungen Teil des Pakets?

Der Katalog führt die regelmäßige Regalinspektion als Maßnahme mit Verantwortlichkeit und Intervall. Die Prüfprotokoll-Formulare selbst gehören zum Baustellen-Doku-Kit; die Edition verweist auf den Prüftermin, ersetzt das Protokollformular aber nicht.

Welche Unterlagen verlangt der Gesetzgeber schriftlich?

§ 6 ArbSchG verlangt Unterlagen über das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung, die festgelegten Maßnahmen und das Ergebnis ihrer Überprüfung. Hinzu kommen Unterweisungsnachweise und die Betriebsanweisungen zu den eingesetzten Gefahrstoffen und Arbeitsmitteln. Für all das liegen Vorlagen bei.

Wie oft ist die Beurteilung zu aktualisieren?

Eine feste Frist nennt das Gesetz nicht. § 3 Abs. 1 ArbSchG verpflichtet aber dazu, die Maßnahmen auf Wirksamkeit zu prüfen und bei veränderten Gegebenheiten anzupassen — im Lager etwa nach einem Regalumbau, einem neuen Staplertyp oder der Umstellung auf Schichtbetrieb.