Unterweisung Handmaschinen – Vorlage für handgeführte Elektrowerkzeuge

Die Unterweisung Handmaschinen behandelt handgeführte Elektrowerkzeuge wie Winkelschleifer, Handkreissäge, Bohr- und Meißelhammer, Stichsäge und Nagler als Arbeitsmittel im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung. Nach § 12 Abs. 1 BetrSichV wird tätigkeitsbezogen vor Aufnahme der Verwendung unterwiesen, danach mindestens einmal jährlich, mit schriftlicher Festhaltung von Datum und Namen. Die Vorlage bündelt Sichtprüfung, Schutzeinrichtungen, Rückschlag und die stoffbezogenen Belastungen in einer Unterlage.

Das ist enthalten

  • Prüfpunkte der Sichtprüfung von der Anschlussleitung über Schutzhaube und Spannmittel bis zur Prüfkennzeichnung
  • Umgang mit Schutzeinrichtungen, Werkzeugwechsel im energielosen Zustand und PSA je Maschinenart
  • Rückschlag bei Trennschleifern und Handkreissägen mit auslösenden Situationen und Gegenmaßnahmen
  • Trenn- und Schleifscheiben: Drehzahlabgleich, Verfallsdatum, Klangprobe, Lagerung und Entnahme
  • Staubminderung, Auslösewerte für Lärm sowie Auslöse- und Grenzwert für Hand-Arm-Vibrationen
  • Nachweisbogen, der die behandelten Maschinen und die Teilnehmer festhält

Word (DOCX) und PDF, 5 Seiten, ca. 1899 Wörter

Für wen

Für Tischlereien, Metallbau-, Trockenbau- und Baubetriebe, in denen handgeführte Maschinen im täglichen Einsatz sind.

Einzel-Unterweisung
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Häufige Fragen

Wie entsteht ein Rückschlag und was hilft dagegen?
Der Rückschlag entsteht, wenn das rotierende Werkzeug im Werkstück klemmt oder verkantet und die Maschine dadurch schlagartig aus der Schnittrichtung herausgerissen wird — schneller, als die Hand nachgeben kann. Gegenmaßnahmen sind gerades Führen ohne Hebeln, festes Einspannen des Werkstücks, ein richtig eingestellter Spaltkeil, beidhändige Führung mit Zusatzhandgriff und der Anlauf außerhalb des Schnitts.
Wie lange dürfen Schleifscheiben verwendet werden?
Kunstharzgebundene Schleifscheiben für Handschleifmaschinen tragen ein Verfallsdatum. Es begrenzt die Nutzungsdauer auf drei Jahre nach Herstellung und wird häufig mit Monat und Jahr auf dem Metallring in der Bohrung angegeben (DGUV Information 209-002). Abgelaufene Scheiben werden nicht mehr verwendet, sondern aussortiert und entsorgt.
Wie ist der Spaltkeil einzustellen?
Bei Handkreissägemaschinen ist der Spaltkeil so einzustellen, dass sein Abstand innerhalb der Schnitttiefe nicht mehr als 5 mm vom Zahnkranz entfernt ist (DGUV Regel 100-500). Das Sägeblatt darf erst beim Ansetzen zum Schneiden freigegeben werden.
Welche Werte gelten für Hand-Arm-Vibrationen?
Nach § 9 Abs. 1 LärmVibrationsArbSchV beträgt der Auslösewert A(8) 2,5 m/s² und der Expositionsgrenzwert A(8) 5 m/s². A(8) hängt vom Schwingungskennwert der Maschine und von der täglichen Einwirkungsdauer ab; auch kurze Einsatzzeiten mit stark vibrierenden Geräten können den Auslösewert bereits erreichen. Der Expositionsgrenzwert darf nicht überschritten werden.