Unterweisung Absturzsicherung – Vorlage für PSA gegen Absturz

Die Unterweisung Absturzsicherung behandelt den Schutz vor Absturz und die Benutzung persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA). Weil PSAgA gegen tödliche Gefahren schützt, sind die Benutzungsinformationen nach § 31 DGUV Vorschrift 1 im Rahmen von Unterweisungen mit Übungen zu vermitteln; eine rein theoretische Unterweisung genügt hier nicht. Die Vorlage liefert den theoretischen Teil als Unterlage, die praktischen Übungen führt der Betrieb ergänzend durch.

Das ist enthalten

  • Absturzhöhen, ab denen zu sichern ist, nach Anhang 2.1 und 5.2 ArbStättV und ASR A2.1 einschließlich Baustellenwerten
  • Rangfolge von Absturzsicherung, Auffangeinrichtung und PSAgA mit Maßen für Umwehrungen und Fanggerüste
  • Auswahl und Benutzung: Anschlageinrichtungen, Y-Seil und Falldämpfer, Karabiner, erforderlicher Sturzraum
  • Rettungskonzept, Hängetrauma und Sofortmaßnahmen nach einem Auffangvorgang
  • Sichtprüfung, jährliche Prüfung durch eine sachkundige Person, Ablegereife und Aufbewahrung
  • Nachweisteil, in dem auch die durchgeführten praktischen Übungen festgehalten werden

Word (DOCX) und PDF, 5 Seiten, ca. 1786 Wörter

Für wen

Für Dachdecker-, Zimmerer-, Gerüstbau-, Metallbau- und Montagebetriebe, in denen Beschäftigte in absturzgefährdeten Bereichen arbeiten.

Einzel-Unterweisung
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Häufige Fragen

Ab welcher Höhe besteht Absturzgefahr?
Eine Gefährdung durch Absturz liegt bei einer Absturzhöhe von mehr als 1,0 m vor (Anhang 2.1 ArbStättV, ASR A2.1 Punkt 4.1). Auf Baustellen ist bei Wandöffnungen, freiliegenden Treppenläufen und Verkehrswegen ab mehr als 1,00 m zu sichern, bei allen übrigen Arbeitsplätzen ab mehr als 2,00 m. Am und über Wasser oder Stoffen, in denen man versinken kann, gilt die Pflicht unabhängig von der Höhe.
Warum reicht eine theoretische Unterweisung nicht aus?
PSAgA schützt gegen tödliche Gefahren. Nach § 31 DGUV Vorschrift 1 sind die nach § 3 Abs. 2 PSA-BV bereitzuhaltenden Benutzungsinformationen deshalb im Rahmen von Unterweisungen mit Übungen zu vermitteln. Die praktischen Übungen sollen nach den Rahmenbedingungen des DGUV Grundsatz 312-001 erfolgen und der aktuellen Gefährdungssituation angepasst sein.
Warum ist ein Rettungskonzept erforderlich?
Wer im Sturzfall aufgefangen wird, hängt danach im Gurt. Längeres bewegungsloses Hängen stört den Blutkreislauf und kann zu einem orthostatischen Schock führen; es darf nicht länger als etwa 20 Minuten dauern. Vor der Benutzung von PSAgA ist deshalb ein Rettungskonzept zu erstellen (DGUV Regel 112-199). Der Verweis auf die Feuerwehr als alleinige Maßnahme reicht nicht aus.
Wie oft ist PSA gegen Absturz zu prüfen?
Vor jeder Benutzung prüfen die Benutzenden ihre Ausrüstung durch Sichtprüfung auf ordnungsgemäßen Zustand und einwandfreies Funktionieren. Zusätzlich lässt der Betrieb die Ausrüstung nach Bedarf, mindestens jedoch alle 12 Monate, durch eine sachkundige Person prüfen. Durch Sturz beanspruchte Ausrüstung ist der Benutzung zu entziehen, bis eine sachkundige Person der weiteren Benutzung zugestimmt hat.